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Panorama Kunstfälscher muss Millionen zurückzahlen

Vier Jahre stritten ein Kunsthaus und ein Käufer um Schadensersatz für einen gefälschten Campendonk. Nun ist der Streit gütlich beigelegt. Der verurteilte Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi wurde selbst zur Kasse gebeten.

Die Fälschung hatte die Firma Trasteco 2006 zu einem Rekordpreis beim Kölner Kunsthaus Lempertz ersteigert.

Vier Personen in Haft

Damit endet ein jahrelanger Schadensersatz-Prozess zwischen Lempertz und Trasteco mit einem Vergleich. Trasteco erhielt die gesamte Kaufsumme von rund 2,9 Millionen Euro zurück. Lempertz hatte bereits rund 800‘000 Euro Kommissionsgebühr an das Unternehmen zurückerstattet.

Die Hauptforderung von zwei Millionen Euro wurde durch den Verkauf einer Hypothek auf ein Grundstück Beltracchis beglichen. Lempertz selber habe lediglich einen Teil der Zinsen und die Prozesskosten übernommen.

Bild von Campendonk.
Legende: Fälschung Campendonk malte dieses Bild nie. allartnews

Das Kölner Urteil gegen Lempertz hatte Aufsehen erregt, weil in dem Kunstfälscherskandal um Beltracchi erstmals ein Kunsthaus zu einer Schadensersatzzahlung verurteilt worden war. Dass Lempertz von Beltracchi getäuscht worden war, erkannte das Gericht nicht als Entschuldigung an. Vielmehr wäre nach Ansicht des Richters eine naturwissenschaftliche Untersuchung des Bildes erforderlich gewesen.

Beltracchi, seine Frau Helene und zwei weitere Komplizen waren Ende Oktober 2011 vom Landgericht Köln zu Haftstrafen von bis zu sechs Jahren verurteilt worden.

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