Kurzer Prozess: Verona schneidet Liebesschlösser auf

Weil das Tor des Hauses von Romeo und Julia voll von Schlössern ist, drohte es einzubrechen. Die italienische Stadt Verona hat deshalb zu einer drastischen Massnahme gegriffen.

Schlösser am Haus von Romeo und Julia in Verona

Bildlegende: Liebesschlösser am Tor des Hauses von Romeo und Julia in Verona. Reuters

Sie sollten Symbole sein für die ewige Liebe, jetzt sind sie entzweit und entsorgt: In der italienischen Stadt Verona haben die Behörden tausende von Liebesschlössern geknackt. Diese waren zu einer Gefahr geworden: Die Schlösser am Gittertor des Hauses, vor dem Romeo seine Julia anschmachtete, drohten das Tor zusammenbrechen zu lassen.

Vor dem Haus mit dem berühmten Balkon drängen sich täglich Menschenmassen. Pärchen aus aller Welt schwören sich hier in Gedenken an das Shakespeare Drama «Romeo und Julia» ewige Treue, obwohl es die beiden Protagonisten nie wirklich gegeben hat und auch William Shakespeare niemals in Verona war.

1905 erwarb die Stadt das Haus von der Familie Dal Capello und erklärte es aufgrund der Namensähnlichkeit zum Familiensitz der Familie Capuleti – eine touristische Attraktion war geschaffen.

Der italienische Liebesroman «Ich steh auf dich» von Federico Moccia hatte 2006 den Trend mit den Liebesschlössern unter jungen Leuten ausgelöst.