Zum Inhalt springen
Inhalt

Panorama Leck in Öl-Pipeline verursacht Umweltkatastrophe in Israel

Mehrere Millionen Liter Öl haben im Süden des Landes für massive Umweltschäden gesorgt. Fehlerhafte Wartungsarbeiten hatten das Leck vermutlich verursacht. Zahlreiche Menschen mussten ins Spital gebracht werden.

Satelliten-Aufnahme der Öllachen.
Legende: Satelliten-Aufnahme machen das Ausmass der Schäden deutlich. Deren Beseitigung wird Monate dauern. Keystone

Ein Leck in einer Pipeline hat in Israel eine schwere Umweltkatastrophe verursacht.
«Millionen Liter Rohöl sind ausgelaufen», sagte Ran Lior. Er ist Sprecher des Umweltschutzministeriums. Es sei eine der bisher schlimmsten Umweltkatastrophen des Landes.

Das Unglück ereignete sich unweit der Grossstadt Eilat. Eine erste Untersuchung soll ergeben haben, dass die Pipeline bei Wartungsarbeiten beschädigt wurde. Vom Ministerium veröffentliche Luftaufnahmen zeigten die Wüstenlandschaft durchzogen von Bächen und Seen schwarzen Öls. Es sei mehrere Kilometer weit geflossen, sagte Lior.

Auch Jordanier mussten ins Spital

Eine wichtige Verbindungsstrasse zwischen Israels Norden und dem Süden des Landes musste zwischenzeitlich teilweise gesperrt werden. Das stinkende Öl sei auch in ein nahes Naturschutzgebiet gelangt. Dort wachse eine besondere Palmenart, so Lior weiter. Auch Wildtiere in der Region seien gefährdet. Allein die Sanierung der Böden werde Monate dauern, hiess es.

Medienberichten zufolge mussten drei Personen behandelt werden. Sie hatten Öldämpfe eingeatmet. Die offizielle jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, Dutzende Jordanier hätten sich an örtliche Spitäler gewandt. Das Öl hatte Jordanien zwar nicht erreicht, allerdings waren durch den Wind die Dämpfe über die Grenze geweht worden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Immerhin nicht ins Meer... Aber ich staune immer wieder: Führt solch ein Leck nicht zu einem immensen Druckabfall, so dass man am Bestimmungsort dies detektiert und dann am Förderort gleich die Leitung kappen kann? Dann würde doch ohne Druck auf der Pipeline nicht mehr so viel auslaufen?!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen