Mammut-Blut: Forscher spielen «Jurassic Park»

Russische Forscher haben flüssiges Blut und Muskelgewebe eines Mammuts gefunden. Nun wollen sie das Tier klonen. Erinnerungen an «Jurassic Park» werden wach.

Skelletreste im Schnee

Bildlegende: Werden aus den Gebeinen bald lebende Mammuts geklont? Russische Forscher hoffen, das zu erreichen. SRF

Mammut-Funde sind in Sibirien nicht ungewöhnlich. Doch jetzt entdeckten russische Forscher Überreste in ausserordentlich gutem Zustand. Will heissen: Überreste des haarigen Ur-Elefanten mit Muskelgewebe und flüssigem Blut.

Genau diese Körperbestandteile braucht es, um ein Lebewesen zu klonen. Und genau dies haben die Forscher im Sinn. Sie wollen das ausgestorbene Tier eines Tages wieder zum Leben erwecken.

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Forscher spielen «Jurassic Park»

1:26 min, aus Tagesschau Nacht vom 30.5.2013

«Die Frage des Klonens lösen»

Andere Forscher sind allerdings skeptisch. «Die Wissenschaft lebt von Visionen. Im Moment aber ist die Wiedergeburt eines Mammuts ein Wunschtraum», so ein Mammut-Experte der Moskauer Akademie der Wissenschaften. Andere sagen sogar: «Das ist unmöglich.»

Die Träumer geben dennoch nicht auf. Wissenschaftler der Nord-Östlichen Föderalen Universität arbeiten nach eigener Darstellung mit Klon-Experten der südkoreanischen Biotechnologie-Stiftung Sooam zusammen. «Wir schliessen nicht aus, dass das Gewebe aus dem nun gefundenen Mammut dabei hilft, die Frage des Klonens zu lösen.»