Manieren statt öffentlich urinieren – Mallorca im Wandel

Seit drei Monaten gelten auf Mallorca schärfere «Benimmregeln»: kein Eimersaufen unter freiem Himmel, kein ruhestörender Lärm, keine Bikini-Ausflüge in die Innenstadt von Palma. Die Verordnung zeigt Wirkung – auf Mallorca geht es nun etwas gesitteter zu.

Leute am Strand

Bildlegende: Wo sind die berühmt-berüchtigten Sangría-Eimer? Auf Mallorca ist einiges anders, als es einmal war. Reuters

Mallorca und sein Hauptort Palma waren ihr «Ballermann-Image» leid – und auch die nach Urin miefenden Gassen und betrunkenen Touristen. Seit drei Monaten gelten darum neue «Sittenregeln». Und offenbar werden sie befolgt.

Behörden ziehen positive Bilanz

Im Strandgebiet an der Playa de Palma seien «illegale Aktivitäten» weitgehend zurückgedrängt worden, teilte der stellvertretende Bürgermeister von Palma mit. In der Gegend um den Ballermann würden an der Strandpromenade und am Badestrand kaum noch Trinkgelage mit Sangría-Eimern abgehalten. Auch die Hütchenspieler, die Leute austricksen, seien zurückgedrängt worden.

Die «Verordnung für ein zivilisiertes Zusammenleben» sieht unter anderem Strafen für Saufgelage unter freiem Himmel, öffentliches Urinieren, ruhestörenden Lärm oder Stadtbummel in Badekleidung vor. Die Polizei kassierte wegen Verstössen bislang rund 18'000 Euro an Geldstrafen.