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«Ingenuity» besteht Test und fliegt auf dem Mars
Aus SRF News vom 19.04.2021.
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Mars-Mission Erster Flug von «Ingenuity» auf dem Mars

  • Mit dem Mars-Helikopter «Ingenuity» hat erstmals ein Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert.
  • Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mit.
  • Der Mini-Helikopter war an Bord des Nasa-Rovers «Perseverance» Ende Februar auf dem Mars gelandet.

Der mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene und rund 1.8 Kilogramm schwere «Ingenuity» (=Einfallsreichtum) stieg bei seinem ersten Testflug auf, schwebte dann auf der Stelle und landete schliesslich wieder auf der Oberfläche des Planeten.

«Es ist wahr, es ist wirklich wahr», jubelte Projektmanagerin MiMi Aung im Nasa-Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena während das Team applaudierte, nachdem die Daten des Helikopters auf der Erde angekommen und ausgewertet worden waren – rund drei Stunden nachdem der Flug auf dem Mars stattgefunden hatte. «Wir können jetzt sagen, dass Menschen einen Drehflügler auf einem anderen Planeten geflogen haben.»

Auch erste Bilder lagen schon vor: Der Schatten von «Ingenuity» aus der Luft gesehen und der Helikopter in der Luft aus der Perspektive des Rovers «Perseverance».

Ein Helikopter schwebt über der Marsoberfläche.
Legende: Der Helikopter «Ingenuity» während seines ersten Fluges auf dem Mars, aus der Perspektive des Rovers «Perseverance». Keystone

Das Fluggerät muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Nachts ist es bis zu minus 90 Grad Celsius kalt, was für Batterien und andere Elektronik leicht das Todesurteil bedeuten kann.

Wegen der dünnen Atmosphäre, die grob gesehen nur ein Prozent so dicht ist wie die auf der Erde, müssen die Rotoren von «Ingenuity» auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen – ein Vielfaches von Helikoptern auf der Erde. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht «Ingenuity» aus seiner durch Sonnenenergie gefütterten Batterie.

SRF 4 News 19.04.2021; 14:00 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Berger  (Ch. Berger)
    Es sieht ganz schön leblos aus auf dem Mars. Für dieses Geld hätte man auf dem hiesigen Planeten ein paar hundert Arten vor dem Austerben retten können.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Dann müssten sie Umweltsünder wie z. B. Bolsonaro aus den Präsidenten -
      Sessel entfernen.
  • Kommentar von Markus Koch  (markuskochch)
    Und wer hat's (mit)erfunden? SRF verpasst zu erwähnen, dass die wichtigen Motoren zur präzisen Steuerung der Rotoren (und somit der Flugrichtung) durch Maxon Motor aus der Schweiz geliefert werden. Der Werkplatz Schweiz ist einmal mehr zu Spitzenleistungen fähig.
    1. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      Wurde im Video erwähnt ;-)
  • Kommentar von Niklaus Kunz  (Niklaus Kunz)
    Man darf das Ganze auch skeptisch sehen oder ? Natürlich sind solche technischen Erfolge faszinierend, ich frage mich jedoch, wem solches etwas nützen wird ( ausser natürlich denen, die schlussendlich damit Geld verdienen).
    Man sollte sich endlich dazu aufraffen, die zahllosen Probleme der Menschheit lösen, bevor auf dem Mars herum geflogen wird.
    1. Antwort von Albert Bachmann  (AFB)
      Klar dürfen Sie das skeptisch sehen. Meine Frage an Sie wäre dann aber: was sind *die* Probleme der Menschheit? Ein Problem zu lösen, einfach so weil man will geht leider nicht, sonst wäre es ja kein Problem. Die Weltraumforschung hat schon mitgeholfen zahlreiche Probleme zu lösen, das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern. Zum Beispiel: Wärmedecken, Insulinpumpen, Anzüge für Feuerwehrleute, Solarzellen, Wasserfilter, gefriergetrocknetes Essen, Handykameras, Memoryfoam und vieles mehr...
    2. Antwort von Peter Gerber  (P.Gerber)
      Herr Bachmann
      Um Insulinpumpen zu entwickeln muss man nicht auf den Mond fliegen.
      Das sind bloss nützliche Begleiterscheinungen, weil das Geld in die Weltrauminsdustrie gesteckt wurde, anstelle direkt in das "Erdnötige".
    3. Antwort von Alessandro Guardia  (Ale.)
      Das haben sich Skeptiker schon immer gefragt. Fakt ist, hätte man in früheren Zeiten auf die Skeptiker gehört und sich nicht für das Weltall interessiert, würden heute tausende von Technologien fehlen. Manche Ihrer angedeuteten Probleme, wären uns ohne die Raumforschung gar nicht vollständig bekannt.
      Woher wollen Sie den wissen was uns das nützen wird? Vieles aus unserem Alltag hat den Ursprung in solchen Erfolgen, ich bin mir sicher man wusste selten, was es später bringen wird.
    4. Antwort von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
      Das forschen und entdecken ist eine wichtige Aufgabe der Menschheit. Und problemrn und Forschung gegeneinander auszuspielen ist unlogisch. Wenn wir nicht täte forschen, keine motor wär erfunden, das bedeutet grosse Hungersnot, weil keine transport Möglichkeit. Und so weiter.
    5. Antwort von Jens Stadel  (jena)
      Seltsame Argumentation. Es ist ja gerade die Forschung die viele unserer Probleme löst. Bei vielen andern Problemen fehlt der (politische) Wille sie zu lösen. Mit einer Marsmission hat das nichts zu tun. Sagen sie so etwas auch über Fussball ?
    6. Antwort von Werner Gürr  (FrMu)
      Kein so gutes Argument, Herr Kunz. Denn damit kann man alles für unnütz und als Geld/Zeitverschwendung bezeichnen. Denn es gibt IMMER Probleme, deren Lösung wichtiger und dringender ist.
    7. Antwort von Nic Grund  (Gruendeli)
      Ich kann mir gar nichts nützlicheres vorstellen! In meiner idealen Welt sollte es genau darum gehen Grenzen zu verschieben und Wissen zu akkumulieren. Und nicht nur technisches und naturwissenschaftliches, sondern auch kulturelles, philosophisches, historisches, humanistisches, etc..... Leider sind wir noch Lichtjahre davon entfernt, gefangen im Materialismus, Egoismus und Nationalismus. Mal sehen wie die nächste Generation tickt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.