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Panorama Mars-Rover «Opportunity» fährt immer weiter

Kein anderes Gefährt ist eine längere Strecke auf einem fremden Planeten gefahren. Bald hat der Rover die Marathon-Distanz von 42,2 Kilometer zurückgelegt.

Opportunity in einer Mars-Landschaft.
Legende: Auf seiner Reise hat «Opportunity» zahlreiche Entdeckungen gemacht und faszinierende Bilder zur Erde geschickt. Keystone

Der Mars-Rover «Opportunity» hat einen neuen Rekord aufgestellt. Seit seiner Ankunft auf dem Roten Planeten vor zehn Jahren hat das Gefährt insgesamt rund 40 Kilometer zurückgelegt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Weiteste Strecke auf fremden Planeten

Damit habe «Opportunity» den bisherigen Rekord übertroffen, der von dem sowjetischen Rover «Lunochod 2» 1973 gehalten wurde. «Lunochod 2» hatte innerhalb von fünf Monaten auf dem Mond rund 39 Kilometer zurückgelegt. Dies ergibt sich aus Berechnungen der Nasa anhand der auf dem Erdtrabanten hinterlassenen Spuren.

«Opportunity» sei weiter gefahren als irgendein anderes Fahrzeug auf einem Himmelskörper ausser der Erde, sagte der Nasa-Projektmanager John Callas in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien. «Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass ‹Opportunity› ursprünglich nur einen Kilometer fahren sollte und nie für Langstrecken gebaut wurde.»

«Marathon-Tal»

Wichtig sei aber nicht, wie viele Kilometer der Rover schon zurückgelegt habe, sondern wie viele Erkundungen und Entdeckungen auf dieser Strecke gemacht worden seien, sagt der Nasa-Manager. Derzeit erkundet «Opportunity» den Mars-Krater Endeavour. Der Rover wird mit Sonnenenergie betrieben.

Rund zwei Kilometer fehlen «Opportunity» nun noch bis zur Marathon-Distanz von 42,2 Kilometern. Den Punkt, an dem der Rover dann ankommen soll, haben die Nasa-Wissenschaftler schon einmal vorsorglich «Marathon-Tal» getauft.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier, Zürich
    Schon witzig... Der eine beklagt sich über die 5m bei der Distanzangabe (Tut mir leid, Herr Winkler, aber jedem Nicht-Marathonläufer - also der Mehrheit - sind die 5m ziemlich schnuppe...) und der andere wittert eine Verschwörung der NASA und klopft sich dabei wohl noch auf die Schulter weil er die Fotomontage erkannt hat. Dabei wäre das eigentlich faszinierende die technische Meisterleistung der beteiligten Ingenieure, Konstrukteure und Wissenschaftler... Eine tolle Sache!
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  • Kommentar von Theodor Kugler, 8413 Neftenbach
    Hat dieses Gefährt ein Junges? Oder hat die NASA einen UFO-Fotografen angestellt? Oder wurde die Wüste von Nevada rötlich angefärbt? Wer hat das Foto gemacht???
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    1. Antwort von
      Hallo Herr Kugler, beim Foto handelt es sich um eine (gut gemachte) Fotomontage der Nasa. ^red
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    2. Antwort von Theodor Kugler, 8413 Neftenbach
      @SRF: Am wahrscheinlichsten ist das eine Erdaufnahme. Die Erde erscheint blau, weil die Zusammensetzung der Luft hier so ist, dass vor allem die blauen Frequenzen reflektiert werden und die anderen Farbfrequenzen absorbiert. Deshalb ist der wolkenlose Himmel auch blau, wenn man nach oben schaut. Der Marsboden muss nicht rötlich sein, damit der Mars rot erscheint. In der Marsatmosphäre hat es eben besonders viele Partikel, welche die roten Frequenzen reflektieren. Ohne Zurechtbiegen der Physik!
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  • Kommentar von Thomas Winkler, Widen
    Wenn man von Marathon spricht, dann bitte richtig! Die Länge ist 42.195 km und wird nicht gerundet. Das ist ein schlag ins Gesicht für jeden Marathon Läufer....
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    1. Antwort von Frederic Weil, Adliswil
      Die 42,200 Km könnten stimmen, man zu den 42.195 Km noch 5m zwischen der Ziellinie und dem Ort des "physischen Zusammenbruchs" rechnet. Oder wenn jemand nicht nbricht, dann zumindest sind dies die 5m bis zur wohlverdienten Flasche.
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