Matterhorn wird am Jubiläum von der Polizei bewacht

Zermatt (VS) feiert das Jubiläum der Erstbesteigung des Matterhorns vor 150 Jahren – und will den Berg dafür einen Tag in Ruhe lassen. Damit sich keine Alpinisten über diesen «Tag der Stille» hinwegsetzen, bewacht die Polizei den Berg.

Das Matterhorn, beleuchtet.

Bildlegende: 50 Solarlampen beleuchten die Route der Erstbesteiger am Matterhorn. Augenzeuge Ueli Klossner

150 Jahre Erstbesteigung Matterhorn: Bei diesem Jubiläum soll der Berg ruhen. Kein Rummel, keine Bergsteiger. Der Tag der Stille ist den Alpinisten gewidmet, die am Matterhorn ihr Leben liessen, über 500 sind es bis zum heutigen Tag.

Zwei Polizisten postierten deshalb beim Einstieg oberhalb der Hörnlihütte. Die Hütte dient als Ausgangspunkt für Besteigungen von Zermatt aus.

Heute wird der berühmte Berg in Gedenken an die Erstbesteigung vom 14. Juli 1865 einen Tag in Ruhe gelassen. Zugleich wird die erneuerte Hörnlihütte eingesegnet und feierlich eingeweiht.

Überraschungseffekt für Lichtspektakel verpufft

Unter den 130 geladenen Gästen, die sich am Montagabend in die Hörnlihütte begaben, befanden sich unter anderem alt Bundesrat Adolf Ogi, der ehemalige FDP-Präsident Franz Steinegger, der CVP-Präsident Christophe Darbellay sowie zahlreiche Bergführer.

Ebenfalls am Montagabend hätte eine Kette von 50 Solarlampen erstmals die Route der Erstbesteiger nachzeichnen sollen. Wegen eines technischen Fehlers leuchtete die Nordostflanke jedoch bereits vergangene Woche jeden Abend.

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Warum das Matterhorn zu Afrika gehört (Animation)

0:27 min, vom 10.7.2015

Tatort Matterhorn

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