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Panorama Merkels Ehren-Urkunde bleibt noch ein Weilchen in Bern

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat von der Universität Bern vor drei Jahren den Ehren-Doktor-Titel verliehen bekommen. Damals feierten die Berner ihr 175-Jahr-Jubiläum. Doch Merkel hat ihre Urkunde noch nicht abgeholt.

Zu ihrem 175. Geburtstag tat die Universität Bern etwas Aussergewöhnliches: 2009 verlieh die Uni-Leitung erstmals einen Ehrendoktor an eine aktive Politikerin. Die Wahl fiel auf Kanzlerin Angela Merkel. «Frau Merkel war damals eine durchaus attraktive und plausible Wahl», sagt der heutige Rektor, Martin Täuber. Nicht zuletzt verlieh die Ehrung den Berner Feierlichkeiten etwas internationalen Glanz.

Angela Merkel mit schriftlichen Unterlagen in der Hand am WEF in Davos.
Legende: Kanzlerin Merkel am WEF in Davos: Bis nach Bern hat sie es noch nicht geschafft. Keystone

Offizielle Begründung für die Ehrung: Angela Merkels Einsatz für die europäische Integration, für die Anliegen der Frauen, für den christlich-jüdischen Dialog sowie ihr Kampf für den Klimaschutz. Inzwischen denken viele beim Namen Angela Merkel eher an ‹Sparen bis es quietscht› und weniger an Klimaschutz.

Allerdings ist nicht zu befürchten, dass die Uni Bern schon bald eine grosse Feier für Merkel ausrichten muss – und dabei die Wahl noch einmal begründen müsste. Denn Kanzlerin Merkel kommt zwar jedes Jahr nach Davos ans WEF. Auch reist sie jeweils nach Pontresina in die Winterferien. Aber einen Abstecher nach Bern, um ihren Titel abzuholen? Fehlanzeige.

Die Universität Bern bemüht sich auch nicht gross um eine Übergabe des Preises an Merkel. Rektor Täuber sagt dazu: «Wir haben Verständnis dafür, dass ein Ehrendoktor der Universität Bern – neben allen anderen Ehrungen, die sie schon hat – für Angela Merkel nicht eine grosse Priorität ist.»

Oder anders formuliert: Je hektischer die Politik, desto wohltuender eine Prise Berner Gemächlichkeit.

(snep;prus)

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Da sieht man doch wieder, wie der grosse Nachbar den kleinen Zwerg im Süden respektiert. Es zeugt von einer unbeschreiblichen Arroganz und Hochnäsigkeit einer der mächtigsten Politikerinnen der Welt, dass sie es scheinbar nicht für nötig erachtet, nur wegen so einem Ehrenurkundelein in die Schweiz zu reisen, . Aaaaber wenn es ums Geld des kleinen Nachbarn geht, schickt DE gleich die ganze Kavallerie los, hoppe hoppe!.
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  • Kommentar von marlene Zelger, 6370 Stans
    Und noch dies: Die Berner Uni zeigt gar noch Verständnis, dass der CH Ehrendoktortitel für die Kanzlerin aus Grossdeutschland nicht so wichtig ist. Sie respektiert sogar deren Grössenwahn. Ist das die so genannte Bärner Gemächlichkeyt?
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    1. Antwort von Florian Fischer, Bern
      Das ein Ehrendoktortitel nicht zu den wichtigsten Anliegen Angela Merkels zählt sollte wohl jedem klar sein der die Probleme Europas kennt. Und was bitte meinen Sie mit Grossdeutschland?
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 stans
    Da sieht man doch wiecer, wie der grosse Nachbar den kleinen Zwerg im Süden respektiert. Es zeugt von einer unbeschreiblichen Arroganz und Hochnäsigkeit einer der mächtigsten Politikerinnen der Welt, dass sie es scheinbar nicht für nötig erachtet, nur wegen so einem Ehrenurkundelein in die Schweiz zu reisen, . Aaaaber wenn es ums Geld des kleinen Nachbarn geht, schickt DE gleich die ganze Kavallerie los, hoppe hoppe!.
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