Energie aus 22 m2 Solarpanels Mit der «SolarStratos» in die Stratosphäre

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Erfolgreicher Erstflug der «SolarStratos»

0:31 min, vom 5.5.2017

Auf dem Flughafen in Payerne (VD) hat das Solarflugzeug «SolarStratos» seinen ersten Testflug erfolgreich absolviert. Das Team um den Westschweizer Abenteurer Raphaël Domjan erklärte, der siebenminütige Flug sei das erfolgreiche Resultat jahrelanger Arbeit.

Eine Tragfläche mit Solarpanels der «SolarStratos».

Bildlegende: 22 Quadratmeter Solarpanels liefern die Energie für den Elektromotor der «SolarStratos». Keystone

Am Steuer des zweisitzigen Kleinflugzeugs sass Pilot Damian Hischier. Er absolvierte den Flug während 7 Minuten auf einer Höhe von 300 Metern. Das 8,5 Meter lange und knapp 25 Meter breite Fluggerät wiegt nur 450 Kilogramm. Auf den Tragflächen sind 22 Quadratmeter Solarpanels montiert, die Energie liefern, damit das Flugzeug rund 24 Stunden fliegen kann.

Als nächstes sollen nun die aus dem Flug gewonnenen Erkenntnisse analysiert werden, um danach weitere Testflüge von längerer Dauer und in grösserer Höhe durchführen zu können.

Flug in die unwirtliche Stratosphäre

Das Ziel ist es, mit dem Solarflugzeug ab 2019 bis auf eine Höhe von 25'000 Metern in die Stratosphäre zu fliegen. Domjan erhofft sich, damit den Höhenrekord des Solarfliegers «Solar Impulse» von Bertrand Piccard zu schlagen. Dieser war in einer Höhe von rund 10'000 Metern geflogen.

In der Stratosphäre fällt die Temperatur auf rund -70 Grad Celsius und herrschen nur noch fünf Prozent des Atmosphärendrucks im Vergleich zur Erdoberfläche. Weil das Flugzeug über keine Druckkabine verfügt, muss der Pilot zum Druckausgleich einen Astronauten-Anzug tragen, der seine Energie ebenfalls aus den Solarpanels bezieht.

Bereits Erfahrungen mit Solar-Boot «PlanetSolar»

Raphaël Domjan hat bereits zwischen 2010 und 2012 die Welt mit seinem Solar-Katamaran «MS Tûranor PlanetSolar» umrundet, der ebenfalls allein durch Sonnenenergie angetrieben wurde.