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Panorama Mit DNA-Tests gegen Hunde-Häufchen

DNA-Analysen überführen nicht nur Schwerverbrecher – sondern in einem Londoner Stadtteil auch faule Herrchen. Der Bezirk Barking will künftig diejenigen, die nicht hinter ihrem Hund aufräumen, am Hundekot erkennen.

Hundehalter mit Hund in London
Legende: Hundebesitzer aufgepasst: Wer das Häufchen seines Hundes nicht aufliest, könnte in London per DNA-Test überführt werden. Reuters

Der Hund muss mal und keiner hat's gesehen? Kothaufen auf der Strasse können für Hundebesitzer in einem Londoner Stadtteil künftig teuer werden. Der östliche Bezirk Barking and Dagenham will in Zukunft Hundehaufen auf die DNA ihrer Urheber untersuchen. So will die Verwaltung herausfinden, hinter welchem Vierbeiner nicht aufgeräumt wurde.

Bis zu 80 Pfund soll es den Hundebesitzer kosten, wenn er den Hundedreck liegenlässt und er per DNA-Abgleich überführt wird. Die Beseitigung von Hundekot kostet den Bezirk laut offiziellen Angaben 2,3 Millionen Pfund pro Jahr.

Ein Pilotprojekt soll im September 2016 starten. Voraussetzung ist, dass die tierische DNA irgendwo gespeichert wird und mit dem Hundekot abgeglichen werden kann. Möglich wäre das über die Datenbank «PooPrints», die in den USA ins Leben gerufen wurde. In den USA gibt es nach Angaben der Verwaltung von Barking ähnliche Projekte. Diese hätten den Hundedreck um 90 Prozent reduziert.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    A. Huber - ICT, Basel / .. kaum auf der Welt - bekommt jeder (zivilisierte ..! ) Mensch einen Chip eingepflanzt - mit Geb. Dat. , Blutgruppe etc. etc. , sämtliche zukünftigen Daten werden im VERLAUF gespeichert; - ... niemand wird mehr vermisst ... - ein Szenario, doch nicht < UN - Möglich > - analog dem Film 1984 von Orwell !!
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    1. Antwort von A. Huber - ICT, Basel
      @ Peter Escher, Leuk - Stadt: Unsere digital-elektronische Informationsgesellschaft rast bereits mit Vollgas auf "1984" zu... aber irgendwo muss da doch noch eine Notbremse sein?!
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  • Kommentar von Tom Müller, Bassersdorf
    Interessanter Bericht. Schon vor zwei Jahren haben zwei Biohacker die Hundehaufen vor ihrem Haus mittels DNA-Analyse den jeweiligen Hunden zugeordnet. Und das alles mit günstigen Utensilien im Heimlabor. https://www.youtube.com/watch?v=YRN8vzQyYRU#t=26m04s
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  • Kommentar von A. Huber - ICT, Basel
    Es lebe die Diktatur der Daten! Und keine Angst, es kommt schon sehr bald noch viel, viel schlimmer...
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    1. Antwort von M. Roe, Gwatt
      Huber:Das ist nicht schlimm, sondern sehr gut. Jeder würde viel mehr auf sein Tier achten. Es ist nicht wie Sie annehmen so, dass es dann haufenweise Anzeigen geben würde, sondern nur vereinzelte Anzeigen gäbe, da eben jeder mehr acht geben würde. Das ist bei allem so, auch bei der Kriminalität. Je mehr man sofort nachweisen kann, desto weniger Kriminalität gäbe es. Ich bin nicht sicher wer das immer verhindern will. Entweder dumme, die nicht so weit denken können, oder Arbeitsplatzförderer.
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    2. Antwort von A. Huber - ICT, Basel
      @ M. Roe, Gwatt: Schon Aristoteles wusste: "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave!". Der Staat stellt uns immer häufiger unter Generalverdacht = Diktatur! Der Staat hat dem Bürger zu dienen, nicht ihn zu versklaven u. ständig mit dem Zeigefinger auf ihn zu zeigen! Wenn es um die Schweiz geht, sind gerade Sie, Frau Marianne Roe, für mehr Selbstbestimmung! Geht es aber um den (CH-)Bürger, wollen Sie diesen totalitär überwachen/kontrollieren u. versklaven lassen - Logik?
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