Mit Regenmachern gegen die Dürre

Im Sommer haben die Regenmacher in den Vereinigten Arabischen Emiraten Hochsaison. Denn dann bilden sich Wolken über den Al-Hadschar-Bergen im Osten, die den heissen Wind vom Golf von Oman umlenken – und die können zum Regnen gebracht werden.

Regentropfen auf dem Boden.

Bildlegende: Regenmacher versuchen, dem Regen in der Wüste auf die Sprünge zu helfen. Colourbox

Sobald sich die Wolken zeigen, steigt ein Flugzeug vom Al Ain-Flughafen aus in den Himmel und begibt sich auf Regenjagd. Mithilfe von Salzkristallen impfen die Piloten regenträchtiges Grau, um die Kondensation zu steigern und einen Wolkenbruch auszulösen. Insgesamt stehen vier solcher Flugzeuge als Regenmacher bereit.

Die ölreichen Emirate gehören zu den zehn trockensten Ländern der Welt. Jährlich fallen nach Zahlen der Weltbank durchschnittlich nur 78 Millimeter Niederschläge – im Vereinigten Königreich sind es mehr als 15 Mal so viel.

Das Wolkenimpfen ist eine der Massnahmen, mit denen das Nationale Zentrum für Meteorologie und Seismologie (NCMS) der Föderation versucht, den Wasserbedarf zu decken. Nicht alle geimpften Wolken produzierten jedoch Niederschläge, doch oft funktioniere es, betont NCMS-Pilot Paul Newman: «Es ist fantastisch. Sobald es Regen gibt, sind alle ganz aufgeregt.»