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Panorama Mit Sichtschutzwänden gegen Unfall-Gaffer

Weil Rettungskräfte oft über Probleme mit Gaffern klagen, führt jetzt Nordrhein-Westfalen als erstes deutsches Bundesland mobile Sichtschutzwände gegen Schaulustige ein – zumindest nach Unfällen auf Autobahnen.

Behörden riegeln Unvallstelle ab
Legende: In Nordrhein-Westfalen werden Handyfilme bei Unfällen künftig durch Wände verunmöglicht. ZVG

Fast eine halbe Million Euro hat Nordrhein-Westfalen in insgesamt zwölf Sichtschutzsysteme investiert. Gaffern drohen mindestens 60 Euro Bussgeld. Dies wurde eingeführt, da die Polizei negative Erfahrungen gemacht hatte.

Gerade heute wurde in Deutschland über einen Vorfall mit Schaulustigen diskutiert: Rund 150 Gaffer machten nach einem schweren Verkehrsunfall in Kiel Fotos und Videos. Der schnelle Abtransport der Verletzten ins Krankenhaus sei dadurch behindert worden, schreibt die Polizei. An einer Kreuzung waren zwei Autos zusammengestossen. Ein 17-Jähriger wurde dabei schwer, sein Begleiter und die beiden Menschen im anderen Wagen leicht verletzt.

In der Schweiz gibt es auf Bundesebene keine verbindliche Regelung zum Umgang mit der Gaffer-Problematik. Viele Polizeikorps besitzen jedoch Zelte als Sichtschutz bei Todesfällen.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Schaub, Zunzgen
    Gaffer sind Leute, denen der tägliche Stumpfsinn im TV, nicht ausreicht.
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Nach dem die Rettungskräfte vor Ort sind einfach mit einem Vorhang am Seilzug nach Bedarf abschirmen - für was noch solche verkehrsbehindernden Wände herumschleppen damit noch mehr Wirbel an der Unfallstelle verursacht wird .
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  • Kommentar von Konradin Weber, Wollerau
    Das Gafferproblem gibt es nicht. Wegschauen ist ja auch nicht immer gut. Zuletzt müsste man sich noch den Vorwurf der der Unterlassenen Hilfeleistung gefallen lassen. Es ist nur menschlich zu sehen was passiert ist. Man stelle sich nur mal vor, ein Bus vollbesetzt mit Kindern steht in lodernden Flammen auf der Autobahn. Hier wäre demnach also wegschauen das einzig richtige. So einem Härtebefehl würde ich jedenfalls nicht folgeleisten.
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    1. Antwort von K. Trutmann, Luzern
      Es geht hier 1. um den Zeitpunkt wenn Rettungskräfte bereits im Einsatz sind und 2. um jene die hinschauen aber nichts tun. Hinschauen alleine hilft nämlich auch bei ihrem brennenden Bus überhaupt nichts. Den Rettungskräften im Weg zu stehen schadet sogar! Ich hätte nicht gedacht dass der Artikel dermassen schwer verständlich sei...
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    2. Antwort von Hanspeter Müller, Bern
      Ich weiss nicht genau, was das für eine Hilfeleistung ist, wenn man im Weg steht und Personen filmt, die das nicht wollen und sich nicht wehren können. Demnach ist es auch nicht unterlassene Hilfeleistung, wenn man das nicht tut. Menschlich wäre zu helfen und nicht die Helfer zu stören. Ich (als Helfer) könnte die Gaffer jedesmal auf den Mond schiessen. Oder besser: nackt hinstellen, filmen lassen und auf youtube zeigen!
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