SpaceX setzt auf Recycling Mit wiederverwertbaren Raketen ins All

Um die Raumfahrtkosten deutlich zu senken, will das Unternehmen SpaceX Raketen recyclen. Der erste Test ist ein Erfolg.

Rakete fliegt in den Himmel, Flugzeug daneben.

Bildlegende: Die erste wiederverwertete Rakete kurz nach ihrem Start in Florida. Reuters

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals ist ein Satellit mit recycelter Antriebsrakete ins All gestartet.
  • Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat die Falcon-9-Rakete von Florida aus in seine Umlaufbahn geschossen.
  • 15 Jahre arbeiteten Entwickler an der Wiederverwendbarkeit von Antriebsraketen.
  • Damit sollen Raumfahrt-Missionen deutlich günstiger werden.

Pünktlich um 0.27 Uhr ist die Rakete vom Kennedy Space Center in Florida gestartet, knapp zehn Minuten später landete sie auf einer schwimmenden Plattform im Antlantik. Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten SES-10 in seine Umlaufbahn, der Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll.

Das Ziel der wiederverwertbaren Rakete: Geld sparen. Der Start einer solchen Rakete kostet SpaceX zufolge mindestens 62 Millioen Dollar. Kann sie mehrmals verwendet werden, sinken die Kosten deutlich. SpaceX-Gründer Elon Musk feierte den Einsatz denn auch als «unglaublichen Meilenstein in der Geschichte des Weltalls.»

Bisher seien Antriebsraketen mit Flugzeugen vergleichbar, die nach jedem Flug entsorgt werden. «Dies wird eine riesige Revolution für die Raumfahrt sein», sagte Musk. Es ist nicht die erste Mal, dass SpaceX Pionierarbeit leistet: 2012 hatte das Unternehmen als erste Privatfirma mit einer Falcon-9 einen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation ISS befördert.