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Nasa-Sonde Cassini Mögliche Grundlage für Leben auf Saturn-Mond entdeckt

Legende: Video Saturn-Mond Enceladus bewohnbar? abspielen. Laufzeit 2:33 Minuten.
Aus 10vor10 vom 13.04.2017.

Der eisige Saturn-Mond Enceladus verfügt offenbar über die Voraussetzung für Leben: Die Nasa-Raumsonde «Cassini» hat Wasserstoff-Moleküle entdeckt, die aus Rissen in der Oberfläche des Mondes kamen.

Laut den Wissenschaftlern ist dies ein Hinweis auf die Erzeugung von Energie – eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Enceladus hat eine dicke Eisschicht, unter der nach früheren Erkenntnissen vermutlich ein grosser Ozean liegt.

Die einzige Erklärung für die Entstehung des Wasserstoffs seien hydrothermische chemische Reaktionen zwischen dem felsigen Kern und dem unter der Eisschicht liegenden Ozean, so die Forscher.

Auf der Erde sind derartige Reaktionen bekannt: Sie kommen in Rissen am Boden von Tiefseegebieten mit vulkanischer Aktivität vor. Durch frei werdende Energie entstehen in diesen Ökosystemen ganz ohne die Einwirkung von Sonnenstrahlen Mikroorganismen.

Legende: Video Nasa-Wissenschaftsdirektor Zurbuchen zu den neusten Erkenntnissen abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Vom 13.04.2017.

«Man hat noch keine Zeichen von Leben ausserhalb der Erde gesehen», so der Schweizer Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor bei der Nasa. Jedoch könne man ab heute die Frage ob es freie Energie in diesen Ozeanen gibt, mit Ja beantworten.

«Cassini» entdeckte die Wasserstoffmoleküle bereits im Oktober 2015, als sie sich auf rund 50 Kilometer der Oberfläche von Enceladus näherte. Mit Hilfe eines Spekrometers bestimmte die Sonde die Zusammensetzung von aus den Rissen strömenden Dampfwolken: Sie bestehen zu 98 Prozent aus Wasser, zu einem Prozent aus Wasserstoff sowie aus Ammoniak, Kohlendioxid und Methan.

«Cassini» umkreist seit dem Jahr 2004 den Saturn und liefert Erkenntnisse über den zweitgrössten Planeten unseres Sonnensystems. 2005 schickte sie erstmals Bilder vom Saturn-Mond Enceladus und brachte die Fachwelt zum Staunen. Blitzlichter am Horizont stellten sich als riesige Geysire heraus, bestehend aus Wasserdampf und Eis.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Diese stumpfsinnigen, utopischen "Forschungen", kosten Milliarden - sinnvoller, wäre da der Einsatz für die hungernde, leidende Menschheit!!! Noch gibt es diese Welt, wo viel Elend durch die Menschheit selber herrscht! Solange die Menschheit nicht Einsicht zur Umsicht, Rücksicht und Verantwortung zeigt, solange nützen auch keine weiteren "Welten", da Mensch auch diese aus reiner Habgier, Egoismus und Skrupellosigkeit, wiederum zerstören würde....
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  • Kommentar von Roland Graf (Antiklon)
    "Auf der Erde sind derartige Reaktionen bekannt: Sie kommen in Rissen am Boden von Tiefseegebieten mit vulkanischer Aktivität vor. Durch frei werdende Energie entstehen in diesen Ökosystemen ganz ohne die Einwirkung von Sonnenstrahlen Mikroorganismen." Das mag eine Hypothese bzw. Wunschdenken mancher Forscher sein. Tatsächlich leben in diesem Milieu Mikroorganismen, aber deren spontane Entstehung ist damit noch nicht bewiesen.
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  • Kommentar von Alain Terrieur (Imhof)
    ...und somit könnte man unser wunderbaren blauen Planeten, gewaltfrei "gestalten"!
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