Zum Inhalt springen

Panorama «Momente des Erwachens» bei Schumacher

Knapp drei Monate nach seinem schweren Skiunfall zeigt Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher «Momente des Bewusstseins und des Erwachens». Das teilte seine Managerin Sabine Kehm in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Ex-Formel-1-Star Michael Schumacher
Legende: Ex-Formel-1-Star Michael Schumacher macht Fortschritte. Keystone

96 Tage nach Michael Schumachers lebensgefährlichem Sturz beim Skifahren gibt es offenbar Anlass zur Hoffnung. «Er zeigt Momente des Bewusstseins und des Erwachens», teilte Schumachers Managerin Sabine Kehm mit. Der zweifache Familienvater mache «Fortschritte auf seinem Weg». Über den weiteren Zustand des Formel-1-Rekordweltmeisters machte Kehm keine Angaben.

Man bitte «erneut um Verständnis, dass wir auf Details nicht eingehen möchten, um Michaels Privatsphäre und die seiner Familie zu schützen und das Ärzteteam in Ruhe arbeiten zu lassen».

Wochenlange Unklarheit

Wegen des weltweiten Interesses am Schicksal des erfolgreichsten Piloten in der Geschichte der Motorsport-Königsklasse hatte Schumachers Ehefrau Corinna schon Anfang Januar eindringlich gefordert, die Mediziner im Krankenhaus von Grenoble und ihre Familie in Ruhe zu lassen.

Wochenlang gab es praktisch keinen neuen Stand zu Schumachers Situation. Nach dem Unfall am 29. Dezember im Skigebiet oberhalb von Méribel war der zweifache Familienvater in Grenoble umgehend notoperiert worden. Bekannt wurde auch noch ein weiterer Eingriff wegen seines schweren Schädel-Hirntraumas am Abend des 30. Dezember. Ende Januar wurden die Narkosemittel reduziert, um die Aufwachphase aus dem künstlichen Koma einzuleiten.

Anzeichen, die «Mut machen»

Am Donnerstag hatte Kehm dann von Anzeichen gesprochen, die «uns Mut machen». Nun bekräftigte sie in ihrer in drei Sprachen verfassten Mitteilung: «Wir stehen ihm bei seinem langen und schweren Kampf zur Seite, gemeinsam mit dem Team des Krankenhauses in Grenoble, und wir bleiben zuversichtlich.»

Legende: Video Michael Schumacher im Koma abspielen. Laufzeit 4:22 Minuten.
Aus 10vor10 vom 30.12.2013.

Schumacher war fünf Tage vor seinem 45. Geburtstag unmittelbar neben der markierten Ski-Piste über einen Stein gefahren und hatte anschliessend die Kontrolle verloren. Beim anschliessenden Sturz war der gebürtige Kerpener mit dem Kopf auf einen anderen Felsen geprallt. Der Helm war bei dem Aufprall zerbrochen.

Wie die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der Ermittlungen am 17. Februar bekanntgab, lagen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Schumacher war auch nicht unangemessen schnell gefahren. Managerin Kehm hatte schon kurz nach dem Unfall von einer extremen Verkettung unglücklicher Umstände gesprochen.

Weltweite Anteilnahme

Seit dem Unglück sorgen sich Ex-Kollegen, Fans und Wegbegleiter um den 91-maligen Grand-Prix-Gewinner. Bei seinem schwersten Unfall in zwei Jahrzehnten in der Formel 1 hatte Schumacher sich 1999 in Silverstone «lediglich» einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.

Sein ehemaliger Arbeitgeber Mercedes widmete Schumacher sogar den Auftaktsieg in dieser Saison in Melbourne. Sein Ex-Team Ferrari, mit dem Schumacher von 2000 bis einschliesslich 2004 fünf seiner sieben Titel geholt hatte, veröffentlichte 72 Tage nacheinander je einen Genesungswunsch – so viele Siege feierte Schumacher mit der Scuderia.

Die Grussbotschaften kamen unter anderem von Fiat-Präsident Luca di Montezemolo und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Beim Grossen Preis von Bahrain an diesem Wochenende trägt die erste Kurve Schumachers Namen. Dort steht zudem in riesigen Buchstaben auf englisch «Our thoughts and prayers are with you Michael» («Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei bei Dir»).

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Ein Hoffnungsschimmer, aber Illusionen darf man sich nicht hingeben. Zumindest scheint Schumi dem Sensemann entronnen zu sein. Das Erwachen aus einem Koma ist erst der Anfang eines zweiten Lebensanfang. Er wird viel beherrschtes, neu erlernen müssen. Hat aber als Kämpfer gute Voraussetzungen dazu. Braucht jedoch den Support seines Umfeldes. Die Familie und Fan-Gemeinde ist gefordert, aber offensichtlich präsent. Ich schliesse mich an und wünsche alle Kraft, das schwere Kommen zu bewältigen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Das sind schon mal erfreuliche Nachrichten. Hoffentlich macht M. Schumacher weitere Fortschritte und was sehr wichtig ist, dass er keine bleibenden Schäden im Gehirn davon tragen wird. Viel Glück und gute Besserung und seiner Familie ebenfalls viel Kraft und alles Gute..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Yvonne Bühlmann, Busswil
    Viel Glück und Kraft für die Zeit nach dem Aufwachen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen