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Panorama Nach dem Schwitzen kommt das Blitzen

39,7 Grad! So heiss war es heute in Genf. Für die Alpennordseite bedeutet das Rekord. Am Abend folgten teils heftige Gewitter.

Legende: Video Neuer Hitzerekord abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Vom 07.07.2015.

Die Hitzewelle 2015 hat heute den absoluten Höhepunkt erreicht. In Genf stieg das Thermometer auf 39,7 Grad, so hoch wie noch nie auf der Alpennordseite.

Sehr heiss war es aber auch in Nyon mit 38 Grad, in Sitten und in Neuenburg mit je 37,8 Grad oder auch in Bern mit 36,6 Grad. An vielen Orten wurden absolute Höchstwerte für die jeweilige Station aufgezeichnet.

Allerdings bildeten sich in der extrem heissen Luft bereits am frühen Abend erste Gewitter am Jura, später auch dem nördlichen Alpenkamm entlang.

Gewitter in der Zentralschweiz

Aufgrund des starken Windes in der Höhe blieben die Niederschlagsmengen zunächst oft gering. Im Laufe des Abends bildete sich allerdings eine schlauchartige Gewitterzelle vom Urnersee bis zum Walensee. Am Klöntalersee gingen mehr als 30 Millimeter Regen in einer Stunde nieder. Am Rande dieser Zelle gab es Sturmböen. So wurden in Mühlehorn am Walensee 102 Kilometer pro Stunde gemessen, in Filzbach erreichte die Maximalböe 87 Kilometer pro Stunde.

Nun kommt die Kaltfront

In der Nacht folgt noch die Kaltfront, die in zwei Schüben zu uns einsickert. Sie bringt nochmals lokale Gewitter, vor allem aber kräftige Windböen. Im Laufe des Mittwochs lässt der Wind nach, und von Westen wird es vor allem im Flachland freundlicher. Mit Höchsttemperaturen zwischen 22 und 27 Grad ist es morgen 10 bis 15 Grad kühler. Unbeeindruckt vom Wetterumschwung bleibt der Süden. Dort gibt es morgen wieder bis zu 33 Grad.

Wie wird das Wetter?

SRF Meteo hält die aktuellsten Wetterinformationen bereit.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Müller, Bellach
    Die Wetterprognose sind einmal mehr als zuverlässig. Von wegen Gewitter, Regen und Abkühlung. Nun ist 23:00 Uhr und im Raum Solothurn und Seeland haben wir noch immer 29 Grad und kein Regentropfen. In der letzten Zeit stelle ich fest, wenn Regen angekündigt wird dann scheint die Sonne und umgekehrt
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    1. Antwort von Reto v.Gunten, Thun
      Ich habe mich auch genervt. Man konnte das schon sehen, dass es mit Regen nichts wird. Die Wetterdienste scheinen immer mehr darauf bedacht zu sein, dass man ihnen ja nicht vorwerfen kann, sie hätten nichts gesagt... Mit einer auch nur einigermassen zuverlässigen Wettervorhersage hat das nichts mehr zu tun! Man kann auch einfach in den Himmel schauen und das Wetter für die nächste Stunde abschätzen.
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  • Kommentar von Hans Glauser, Herlisberg
    Genf ist nicht Alpennordseite: Genf liegt an der Rhone und die Rohne fliesst nach Süden ins Mittelmeer.
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    1. Antwort von V. Bensaddik, genf
      Nun, ich wohne in Genf, und wenn ich nach Süden schaue, dann sehe ich - drei Mal dürfen Sie raten - die Alpen.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Das Engadin im Osten und das Wallis mit dem anschliessenden Genferseegebiet im Westen sind Spezialfälle, die geographisch weder dem Norden noch dem Süden zugeordnet werden können. Im Falle vom Genferseegebiet liegt die Wasserscheide nördlich von Lausanne.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Dann hoffe ich mal für Euch liebe Landsleute, dass diese Hitzerekorde nicht zu neuen Starkregen und Hagelschlag-Rekorden führen. Eigentlich völlig egal, ob jemand an Klimaänderung glaubt oder nicht. Die Tatsache bleibt, wir müssen mit den immer häufigeren Wetterextremen zurechtkommen. Ungeachtet dessen, was es am Ende kostet. Unsere Hi-Tech-Gesellschaft wird immer verletzlicher und das Klima rabiater :-(
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