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Nach sexuellen Vorwürfen Kevin Spacey outet sich als homosexuell

Kevin Spacey im blauen Anzug mit schwarzer Fliege.
Legende: Zweifacher Oscargewinner Spacey wurde zwei Mal als bester Schauspieler ausgezeichnet: für «American Beauty» und «Die üblichen Verdächtigen». Reuters
  • «Ich habe mein ganzes Leben über Männer geliebt und romantische Begegnungen mit ihnen gehabt, und jetzt entscheide ich mich dafür, als schwuler Mann zu leben», schreibt der Oscarpreisträger in der Nacht zu Montag auf Twitter.
  • Vor dem Bekenntnis Spaceys hatte der Schauspieler Anthony Rapp («A Beautiful Mind», «Star Trek: Discovery») den älteren Branchenkollegen eines sexuellen Übergriffs beschuldigt.

Spacey habe ihn im Jahr 1986 nach einer Party in seinem New Yorker Apartment auf sein Bett gelegt und sei auf ihn gestiegen, sagte der heute 46-jährige Rapp dem Magazin «Buzzfeed News».

Er habe sich aus der Umklammerung «herauswinden» können und die Wohnung verlassen. Rapp war während des Vorfalls 14, Spacey 26 Jahre alt.

Spacey schiebt Schuld auf Alkohol

Auf Twitter antwortet Spacey (58), er könne sich an den Vorfall «ehrlich nicht erinnern». «Aber wenn ich mich damals so verhalten habe, wie er es beschreibt, dann schulde ich ihm die aufrichtigste Entschuldigung für etwas, das zutiefst unangemessenes betrunkenes Verhalten gewesen wäre.»

Spacey hatte in einem Interview im Jahr 2000 bestritten, schwul zu sein.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    Da Homosexualitaet zu den normalen sexuellen Verbindungen gehoert heutzutage, oder als solches angesehen wird, wundert es mich wieso sich jemand noch outet, oder outen muss. Aber vor allem wieso das noch in den Medien gehighlighted wird, wenns doch eine Normalitaet ist. Ist das nicht auch rassistisch?
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    wäre es für ein forum wie dieses nicht angebracht solche 'nichtnachrichten' einfach wegzulassen. denn mit der propagierung und multiplizierung solcher, werden einerseits, frauen und männer, die von missbrauch betroffen sind, trivialisiert. wesentlich ist doch, eine breite sensibilisierung für diesen tatbestand zu erreichen. die boulvardisierung ist da kontraproduktiv. für die betroffenen wichtig niederschwellige möglichkeiten, um solche ereignisse im geschützten rahmen anzeigen zu können.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Und den Vorfall meldet Rapp erst nach 31 Jahren??? Irgendwie ist das doch einfach nur noch peinlich und ist sowas von offensichtlich, dass da schon wieder einer auf der metoo-Welle mitschwimmt, und mächtig Geld aus solch einem Zwischenfall raushauen möchte.
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    1. Antwort von Florian Menevis (Florian Menevis)
      Das Argument könnte man bei erwachsenen Frauen in Betracht ziehen. Aber ein damals 14-Jähriger? Also da kann man schon nachvollziehen dass das unter Umständen Jahrzehnte dauern kann bis sich so jemand überwinden kann darüber zu sprechen.
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