Zum Inhalt springen
Inhalt

Neue Strategie Olympische Spiele – billiger und nachhaltiger

Legende: Video IOC verspricht Reformen abspielen. Laufzeit 04:29 Minuten.
Aus 10vor10 vom 23.10.2017.

Hamburg, München, Budapest, Rom, Innsbruck. Die Liste der Städte, die sich gegen eine Bewerbung für Olympische Spiele aussprachen, war in den letzten Jahren länger als die der Bewerber.

Das soll sich nun ändern. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verspricht Reformen hin zu weniger Gigantismus. Das IOC möchte «nachhaltige, realisierbare und kostengünstigere Olympische Spiele» anbieten und diese an die «langfristigen lokalen, regionalen und nationalen Entwicklungsziele anpassen», hiess es Mitte Oktober.

Zusammenarbeit mit IOC

So sollen interessierte Städte und Nationale Olympische Komitees bis Oktober 2018 in einer «einjährigen unverbindlichen Dialogphase gemeinsam mit dem IOC die Vorteile und Anforderungen der Ausrichtung Olympischer Spiele bewerten». Zudem will das IOC «proaktiv» auf Städte zugehen.

«Das IOK wird die Kandidaten aktiv begleiten und unterstützen, bevor Zusagen gemacht werden. Technische Experten des IOK werden helfen, die Kandidatur zu entwickeln. Die Kosten für diese Unterstützung trägt das IOK. (...) Die Arbeitsgruppe legte den Fokus vor allem auf die Aspekte Nachhaltigkeit, und Wiederverwertbarkeit sowie auf den Prozess der Bewerbung und Durchführung der Spiele.»

Finanzielles Risiko liegt beim Ausrichter

Zur Finanzierung der Winterspiele verspricht das IOC 925 Millionen Dollar. Die restlichen Kosten muss der Veranstalter tragen. Von Seiten der Schweiz will der Bundesrat knapp eine Milliarde Franken bereitstellen. Was passiert aber, wenn die Spiele teurer sind, wer kommt für die Kosten auf? Für das IOC ist die Sache klar: «Wir vom IOC nicht», sagt der Exekutivdirektor für Olympische Spiele, Christophe Dubi. Es brauche eine Garantie des Veranstalters.

Kleinere, günstigere Spiele erhöhen die Chancen für die Kandidatur «Sion 2026». Das finanzielle Risiko bleibt aber. Nebst der Skepsis in der Schweiz steht Sion zudem im Wettbewerb mit Calgary und Salt Lake City. Die Entscheidung für die Winterspiele 2026 soll in zwei Jahren fallen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Wie wollen denn die die Spiele "kleiner" Machen? Weniger Sportarten, weniger Athleten, und trotzdem mindestens gleichviel Zuschauer? Völliger Mumpitz. Eine Lösung, die auf der Hand liegt, wäre die, dass man die Olympiade auf drei-vier fixe Standorte verteilt, wo die Anlagen bereits vorhanden sind und nicht jedes Mal neu und für 14 Tage gebaut werden muss. Dasselbe würde übrigens auch für den Fussball gelten. Alle 12 Jahre am selben Austragungsort würde niemand stören.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Da viele mögliche Szandorte abgesagt haben, ist für das IOC die Schweiz ein gefundenes Fressen. Ich kann den Bundesrat nicht verstehen eine Milliarde zu sprechen und im gleichen Moment bei den Sozial-Leistungen zu sparen. Die Spieleorte sind viel zu weit auseinander, so kommt keine Gemeinschaft zu stande. Also das Geld nicht zum Fenster hinaus werfen, Bitte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Wie naiv sind eigentlich die Befürworter? Im Umgang mit dem IOC ist die Schweiz ein Nobody und muss sich dem Diktat der Werber, Sponsoren etc. aussetzen. Diese wollen den grossen Klaumauk und keine idylischen "Heidispiele".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen