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Panorama «Neuland»: Ein Schweizer Film soll Amerikaner inspirieren

Der Schweizer Dokumentarfilm «Neuland» über die Geschichte junger Migranten in einer Integrationsklasse in Basel wird morgen Montag in den USA landesweit im Fernsehen gezeigt. Die Zuschauer sollen mit der Ausstrahlung «in ihrem eigenen Umgang mit Einwanderern und Flüchtlingen» inspiriert werden.

Legende: Video Neuland - Integration mit hohen Hürden abspielen. Laufzeit 4:44 Minuten.
Aus Kulturplatz vom 26.02.2014.

Landesweit wird der Dokumentarfilm «Neuland» der Schweizer Regisseurin Anna Thommen in den USA morgen Montag im Fernsehen ausgestrahlt.

«Neuland» erzählt die Geschichte junger Migranten in einer Integrationsklasse in Basel. In dieser Klasse lernen sie während zwei Jahren ein für sie unbekanntes Land und eine fremde Sprache kennen und suchen ihren Platz in der neuen Gesellschaft.

«Wirkungsstark und voller Menschlichkeit»

Der Film, der vor zwei Jahren in der Schweiz Premiere feierte, wird in den USA vom Fernsehsender PBS im Dokumentarfilm-Gefäss «Point of View» (Standpunkt) gezeigt.

Der 93-minütige Streifen passe hervorragend ins Programm von POV sagte Chefproduzent Chris White. «Der Film ist sehr wirkungsstark, dennoch intim und voller Menschlichkeit», erklärt White. Von der ersten Szene an habe ihn der Film stark berührt.

Gegen Vorurteile

«Ich hoffe, dass sich die Zuschauer in den USA von den Themen und Menschen, die Anna Thommen so kunstvoll porträtiert, inspirieren lassen in ihrem eigenen Umgang mit Einwanderern und Flüchtlingen hier in Amerika», fügt White hinzu. Ziel sei es, dass die Ausstrahlung von «Neuland» Amerikanern helfe, ihre vorgefassten und in der Regel falschen Vorstellungen über fremde Einwanderer fallen zu lassen.

Sobald man in die Gesichter dieser Kinder schaut, versteht man, was sie durchmachen
Autor: Chris WhiteChefproduzent von PBS

«Der Film erinnert daran, dass hinter dem Gesicht jedes Einwanderers eine komplizierte Geschichte steckt», erklärte der Fernsehproduzent. «Sobald man in die Gesichter dieser Kinder schaut, versteht man, was sie durchmachen.»

Anna Thommen
Legende: In Zürich wurde Regisseurin Anna Thommen beim Filmfest ausgeichnet. Jetzt läuft ihr Werk auch im US-Fernsehen. Keystone

Thommens Film sei dabei aber keine Lektion, in der mit erhobenem Zeigefinger gemahnt werde, sondern ein atemberaubend schönes Werk. Die pragmatische, einfühlsame Art und Weise in der Lehrer Christian Zingg die ausländischen Studenten unterrichte, zeige wie ein einziger Mensch die Welt manchmal zum Besseren verändern könne.

Preisgekrönter TV-Sender

«Neuland» wird um 22 Uhr (4 Uhr MESZ) auf PBS erstmals in den USA ausgestrahlt. Die Sendereihe «POV» gibt es bereits seit 28 Jahren und ist das älteste Dokumentarfilm-Programm der USA. Die Reihe wurde bereits mit etlichen Preisen ausgezeichnet, so auch mit über 30 Emmy-Fernsehauszeichnungen.

Die Regisseurin Anna Thommen wurde 1980 in Arlesheim (BL) geboren und arbeitete früher selber als Lehrerin. «Neuland» ist ihr erster abendfüllender Film.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Cyril Schwarz, Baden
    Wie bitte heisst die Hintergrundmusik ab Minute 1:00 ? Besten Dank!
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  • Kommentar von JN Meier, Zürich
    Ein Film der auch zeigt, dass selbst in der Schweiz keine Chancen-Gleichheit herrscht, dass Vorurteile bei Vielen dem Wort Ausländer eine negative Konnotation verleihen, dass Arbeitgeber oder Vermieter noch immer Menschen aufgrund ihres Namens benachteiligen und dass mit Verständnis, Einfühlungsvermögen und gesundem Menschenverstand geholfen werden kann. Der Film hilft hinzuschauen und zuzuhören; ein Muss gerade in der jetzigen Krise, bei der viele Menschen aus anderen Weltgegenden zu uns kommen
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  • Kommentar von monika zollinger, wädenswil
    Ein berührender Film, ein grossartig engagierter Lehrer. Er sieht in den Migranten junge Menschen, die Chancen brauchen, die allesamt ein neues Leben wagen. Menschen mit traurigen Geschichten, mit trostloser Vergangenheit. Ein grosses Engagement der Menschlichkeit, ein absolut berufener Lehrer, eine grosse Bereicherung, diesen eindrücklichen Film gesehen zu haben! Grossen Dank Anna Thommen und Christian Zingg, Mut zur Menschlichkeit mögen Ihnen belohnt werden! Monika Zollinger, Wädenswil
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