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Rassismus-Debatte in den USA Obama stellt sich gegen Rassisten – mit gewaltigem Twitter-Echo

Barack Obama hat eine klare Antwort auf den Rechtsextremismus in Charlottesville – und schreibt damit Twitter-Geschichte.

Nach der Kundgebung von Rassisten in Charlottesville hat der ehemalige US-Präsident Barack Obama sofort reagiert – ganz im Gegenteil vom Amtsinhaber Donald Trump. Der liess sich zwei Tage Zeit, um die Ausschreitungen offiziell zu verurteilen. Um danach wieder zurückzukrebsen: Mittlerweile hat er verkündet, dass die Schuld auf beiden Seiten liege.

Mit seinem dreiteiligen Statement hat Barack Obama indes Twitter-Geschichte geschrieben. Dazu stellte er ein Foto, das ihn mit kleinen Kindern unterschiedlicher Hautfarbe zeigt.

Übersetzt schreibt Obama: «Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen wegen seiner Hautfarbe, seinem Hintergrund oder seiner Religion zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen, und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.»

Das Zitat stammt von Nelson Mandelas Autobiografie «Long Walk To Freedom» aus dem Jahr 1994 und scheint nicht an Wichtigkeit verloren zu haben.

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen wegen seiner Hautfarbe, seines Hintergrunds oder seiner Religion zu hassen.
Autor: Barack ObamaEhemaliger US-Präsident

Aktuell hat der erste Tweet fast 3 Millionen Herzchen auf Twitter gesammelt – ein Rekord. Bisher stiess nur der Tweet von Ariana Grande, Link öffnet in einem neuen Fenster nach dem Attentat von Manchester auf eine ähnlich hohe Resonanz.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Das gewaltige Twitter-Echo und es sind inzwischen 3,5Mio Herzchen, ist eine verschwindend kleine Minderheit, in Relation zur Weltbevölkerung macht das rund 0.047% aus und in Relation zur amerikanischen Bevölkerung rund 1.08%.
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Schon seltsam diese unterschiedliche Wahrnehmung der Socialmedia-Gemeinde. Sinngemäss sagte Trump nämlich ähnliches ohne zu zitieren: "We must remember this truth: No matter our color, creed, religion or political party, we are all americans first." "We must love each other, we must respect each other..." Warum also diese unterschiedliche Reaktionen? Kann es sein, dass manche in ihrer Echokammer nur noch das hören, was sie hören wollen?
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Wenn Sie den Unterschied zwischen Obama und Trump im sozialen und menschlichen Bereich nicht merken, tun Sie mir leid. Das bei aller berechtigter Kritik an der Politik der Obama-Zeit. Es geschah viel Unrecht, vor allem aussenpolitisch.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Wer das Mandela-Zitat schön findet, soll doch mit Südafrikanern reden. Mit Weissen, nota bene. Ich tue es. Daher behaupte ich: Mandela hat den Rassenhass in Südafrika nicht beenden können. Nur, die Objekte sind jetzt nicht mehr schwarz. Daher finde ich das Zitat in der jetzigen Situation eher unwirksam, obschon der Inhalt mit dem "gelernten Rassismus" vollkommen zutreffend ist.
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