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Panorama Ozonloch ade? Jüngste Messungen machen optimistisch

Klimaschutz lohnt sich. Das ist ein Fazit des jüngsten Berichts zur Ozonschicht. Aber nicht nur die profitiert von den Bemühungen der Industrieländer.

Legende: Video Ozonloch breitet sich nicht weiter aus abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus 10vor10 vom 10.09.2014.

Die Ozonschicht, welche die Erde vor den krebserregenden UV-Strahlen der Sonne schützt, erholt sich. Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnten wieder Ozonwerte in der Grössenordnung der 1980er-Jahre erreicht werden.

Dies geht aus einem in New York veröffentlichten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hervor.

Kohlendioxid untergräbt positive Bilanz

Die Fachleute führen die Entwicklung vor allem auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Darin haben sich zahlreiche Staaten dem Schutz der Ozonschicht verschrieben und die Produktion von ozonschädigenden Chemikalien, vor allem von FCKW, gestoppt. Die Experten schätzen: Von 1989 bis 2030 könnten so jährlich im Durchschnitt zwei Millionen Fälle von Hautkrebs verhindert worden sein und verhindert werden.

Zudem habe die Verminderung ozonschädigender Chemikalien auch positive Nebeneffekte für das Klima, weil einige der Stoffe auch Treibhausgase seien. Doch zugleich warnen die Behörden: Der schnelle Anstieg einiger anderer Treibhausgase wie Kohlendioxid könnte die positive Entwicklung untergraben.

Der Erfolge beim Schutz der Ozonschicht solle die Entscheidungsträger auch darin bestärken, das Klima besser zu schützen, sagte Achim Steiner, Exekutivdirektor des UNO-Umweltprogramms.

Dünne Ozonschicht kann zu Hautkrebs führen

Die Ozonschicht umhüllt die Erde wie ein Schutzschild. Seit Anfang der 1980er-Jahre beobachteten Wissenschaftler eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe).

Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach. Durch die dünnere Ozonschicht dringt mehr ungefiltertes UV-Licht auf die Erde, was zu Augen- und Hautschäden bis hin zu Hautkrebs führen kann.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Wilhelm Pavicsits, Forchtenstein
    Es grenzt schon an strafbare Diskriminierung der Menschen, wenn man ihnen zumutet nicht erkennen zu können, dass das strahlende Weiß der Kondensstreifen und Wolken in Wirklichkeit Reflexion und Zusatzstrahlung zur direkten Sonnenstrahlung bedeutet und ihnen einsuggerieren will, dass "Ozonloch" sei der wahre UV-Strahlungsverstärker.
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  • Kommentar von Wilhelm Pavicsits, Forchtenstein
    Wieviel Sonnenstrahlung von oben in ca. 10 km Höhe auch ankommt; sie wird von den reflektierenden Kondensstreifen und Wolken des Flugverkehrs im gesamten Spektrum episodisch verstärkt, was schwerwiegende Auswirkungen nicht nur auf die Gesundheit der Menschen, sondern überhaupt das gesamte Ökosystem und das Wetter bzw. Klima hat.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ozonschicht erholt sich... blos wegen Stagnation kann nicht von Erholung die Rede sein... man sehe in 2-3 Jahren wie es sich weiter entwickelt. Unser UV Index ist permanent hoch, exzept wenn es bewoelkt ist oder regnet, dann moderate! Oder anders gesagt, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Ausserdem ist das Ozonloch nur ein kleiner Teil unserer Probleme.. die Salzverduennung unserer Meere wegen Polareisabschmelzung ist weit problematischer!!!
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