Päpstliche Schlichtheit trifft royalen Pomp

Königin Elisabeth holt ihren 2013 abgesagten Besuch in Rom nach und trifft erstmals Papst Franziskus. Das Gipfeltreffen der beiden kirchlichen Oberhäupter findet in einer lockeren Atmosphäre statt.

Eine Königin und fünf Päpste

Papst Franziskus ist bekannt dafür, mit dem Protokoll zu brechen. Doch auch «Queen Elizabeth II.» verzichtet bei ihrem Besuch im Vatikan auf eine Tradition: Sie trifft das Oberhaupt der katholischen Kirche ohne schwarze Kleidung und Schleier.

«Das passt zum informellen Charakter des Besuchs», sagte ein Sprecher des Buckingham Palace. Königin Elisabeth II. ist für ihr erstes Treffen mit Papst Franziskus nach Rom gereist. Offiziell eingeladen von Giorgio Napolitano, kam die Queen zunächst für ein Essen mit dem italienischen Staatschef im Quirinale-Palast zusammen. Später war dann eine Audienz der Königin bei dem argentinischen Oberhaupt der katholischen Weltkirche angesetzt.

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God save the Queen

0:59 min, vom 3.4.2014

Papstbesuche in hellblau

Jorge Mario Bergoglio ist bereits der fünfte Papst in der 62-jährigen Amtszeit der Queen, dem sie persönlich in Rom oder aber in England begegnet.

Johannes Paul II. traf Elizabeth gleich mehrfach, so 1982, als der Pole sie als erster Papst aus Rom in Grossbritannien besuchte. Benedikt XVI. empfing die Königin dann 2010 im schottischen Edinburgh zum Auftakt des damaligen Englandbesuchs des deutschen Papstes. Auch damals trug die Queen, die auch Oberhaupt der anglikanischen Kirche von England ist, schon hellblau.