Papst erteilt Ostersegen «Urbi et Orbi»

Kirchenoberhaupt Franziskus hat auf dem Petersplatz in Rom gemeinsam mit über hunderttausend Menschen die Ostermesse gefeiert. In seiner Botschaft forderte der Papst Frieden, beklagt den Hunger in der Welt – und sprach den Segen «Urbi et Orbi».

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Osterfeiern in Rom

1:54 min, aus Tagesschau vom 20.4.2014

Papst Franziskus hat am Ostersonntag in Rom den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» – der Stadt und dem Erdkreis – erteilt. Vor geschätzten mehr als 150'000 Menschen auf dem festlich geschmückten Petersplatz sprach er von der Loggia des Petersdoms aus die Segensworte.

Ende der Krisen und Konflikte

Zuvor feierte der Pontifex die Ostermesse zur Auferstehung Christi und verkündete seine Osterbotschaft. Darin forderte er Frieden für die Welt.

«Wir bitten dich, glorreicher Jesus, lass alle Kriege, jede grosse oder kleine, alte oder neue Feindseligkeit aufhören», sagte er. «Für alle Völker der Erde bitten wir dich, o Herr: Der du den Tod besiegt hast, schenke uns dein Leben, schenke uns deinen Frieden.»

Franziskus erinnerte unter anderem auch an die Konflikte in Irak, Nigeria, dem Südsudan, der Zentralafrikanischen Republik oder Venezuela. Der Ukraine wünschte er eine Zukunft «in einem Geist der Einheit und des Dialogs». In Syrien müssten die Parteien «den Mut aufbringen, über den Frieden zu verhandeln, der schon allzu lange erwartet wird.»

«  Glorreicher Jesus, lass alle Kriege aufhören. »

Papst Franziskus

Auch den Hunger in der Welt und die «ungeheure Verschwendung» prangerte der 77-Jährige an. Er forderte die Gläubigen in Rom zur Nächstenliebe auf. Der Papst selbst hatte zu Ostern kranke Kinder mit einem Lastwagen mit Schokoladeneiern überrascht. Zudem soll der für Almosen zuständige Erzbischof rund um den Bahnhof Termini Geld und Ostergrüsse des Papstes an Obdachlose verteilt haben.

Die Segenszeremonie verfolgten neben den Menschenmassen auf dem Petersplatz auch Millionen via TV und Internet in aller Welt. Der Papst verzichtete dabei wie schon im vergangenen Jahr auf die üblichen kurzen Ostergrüsse in Dutzenden Sprachen. Stattdessen wünschte er zum Abschluss ein «gutes Mittagessen» und frohe Ostern.