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Panorama Papst hält Wirtschaftssystem für «unerträglich»

«Wir schliessen eine ganze Generation junger Menschen aus», kritisiert Franziskus in einem Interview. Für ein «unerträgliches» Wirtschaftssystem würden sogar Kriege geführt.

 Papst Franziskus winkt der Menge
Legende: Traut sich was: Papst Franziskus. Reuters

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit bereitet dem Papst Sorgen. In Europa seien 75 Millionen Jugendliche ohne Arbeit – eine «Ungeheuerlichkeit», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in der spanischen Zeitung «La Vanguardia».

Um ein Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das nicht mehr erträglich ist, würde eine ganze Generation junger Leute ausgeschlossen. «Damit dieses System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die grossen Imperien immer getan haben.»

Einen Dritten Weltkrieg könne man jedoch nicht führen, und so greife man zu regionalen Kriegen. Mit der Produktion und dem Verkauf von Waffen sanierten die weltweit führenden Volkswirtschaften ihre Bilanzen. Sie opferten den Menschen dem Idol des Geldes.

Damit dieses Wirtschaftssystem fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die grossen Imperien immer getan haben.

«Das Wirtschaftssystem sollte im Dienst des Menschen stehen. Aber wir haben das Geld in den Mittelpunkt gerückt, das Geld als Gott.»

Jugend ohne Arbeit

Im April 2014 waren in folgenden EU-Ländern so viele Jugendliche arbeitslos:

  1. Griechenland: 56,4 %.
  2. Spanien: 53,4 %
  3. Kroatien: 49 %
  4. Italien: 43,3 %
  5. Zypern 42,3 %.

(Quelle: Statista)

6 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Dieser Papst besitzt Würde , Klugheit , Nächstenliebe und ist ein ehrenhafter Vertreter von Jesus Christus , er ist ein höflicher Mahner und hat absolut Recht mit seinen Worten. Die Welt sollte auf ihn hören - denn der Turm zu Babel ist schon recht gebrechlich geworden .
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Weißenstadt
    Mit dem III. Weltkrieg malt mal ein Papst den Teufel an die Wand. Verantwortlich an allem Übel sind bei ihm wohl nur böse Mächte, nicht die Gesellschafts/Sozialsysteme der von Armut heimgesuchten Staaten selbst.Und "Kirche der Armen",das ist doch nur ein Ablenkungsmanöver,da sich innerhalb der Kirche in ihren antiquierten Dogmen und Vorschriften selbst nichts bewegt.Und zur Armut trägt die römische Kirche ja selbst bei. Nicht nur durch ihre unnachgiebige Haltung bei der Empfängnisverhütung
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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    «Das Wirtschaftssystem sollte im Dienst des Menschen stehen. Aber wir haben das Geld in den Mittelpunkt gerückt, das Geld als Gott.» - Dabei mischt auch die Vatikanbank ganz tüchtig mit, lieber Franziskus!
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