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Papstwahl am Bodensee Konstanz erinnert an ein Unikum vor 600 Jahren

Konzilgebäude beleuchtet in der Dunkelheit.
Legende: Die Feierlichkeiten finden im hell beleuchteten Konzilgebäude in Konstanz statt. Keystone
  • In Konstanz am Bodensee ist im Jahr 1417 ein Papst gewählt worden.
  • Das christliche Abendland war damals tief gespalten. Erst zwei Päpste – einer aus Rom, einer aus Avignon – schliesslich sogar drei Päpste beanspruchten Anfang des 15. Jahrhunderts das Amt für sich.
  • Dieses historische Ereignis ist heute gefeiert worden.

Gefeiert wurde das Ereignis in Konstanz unter anderem mit einem Gottesdienst und einem Festakt, zu dem neben dem Schweizer Kardinal Kurt Koch als päpstlicher Sondergesandter auch Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann, der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und der katholische Erzbischof Stephan Burger geladen waren.

Konstanzer Konzil überdauerte vier Jahre

Der Rückblick auf das Ereignis vor 600 Jahren zeige vor allem, dass man Macht nicht mit Autorität verwechseln dürfe, sagte Eisenmann laut Redemanuskript. Zwar brauche man als Politiker auch Macht, um inhaltliche Ziele, für die eine Regierung gewählt wurde, erreichen zu können. Politische Autorität komme aber von innen heraus, aus der Haltung eines Politikers.

Die Papstwahl war einer der Höhepunkte des Konstanzer Konzils, das von 1414 bis 1418 in der damaligen Bistumsstadt tagte. Vier Jahre lang wurde dort diskutiert und um Reformen gerungen. Die Stadt feiert das Jubiläum noch bis zum nächsten Jahr. Jedes Jahr steht unter einem anderen Motto: 2015 lautete es «Jahr der Gerechtigkeit», 2016 trug den Titel «Lebendiges Mittelalter», 2017 ist das «Jahr der Religionen».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Olivier Wetli ("nicht von dieser Welt")
    Zum Ausdruck „Papst“, den man ja für niemanden verwenden soll: Mathäus 23,9 Weshalb das die RKK-Jünger immer noch machen? Ich weiss es nicht. Lesen bildet. Bibel lesen noch mehr.
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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Das war noch langfristige Politik! Vier Jahre um einen Kompromiss ringen, der dann auch rund hundert Jahre hielt. Kein Wunder konnte man damals auch Bauwerke errichten, die 20 bis 50 Jahre Bauzeit hatten. Dagegen ist unser heutiges System ein einziges hü und hott.
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