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Panorama Pazifismus-Garant «heisser Draht» feiert Jubiläum

Das Szenario weckt Urängste. Irgendjemand drückt irgendwo einen Knopf: Der folgende Atomkrieg würde das Ende der Menschheit bedeuten. Gegen den Untergang scheint es nur ein probates Mittel zu geben: Rote Telefone an «heissen Drähten». Das Friedensmittel feiert seinen 50. Geburtstag.

USA vs. Sowjetunion, Gut gegen Böse. Damit sich die Menschen nicht versehentlich auslöschten, wurden 1963 im Weissen Haus und im Kreml rote Telefone am «heissen Draht» installiert. So konnten die jeweiligen Präsidenten Missverständnisse ausräumen, bevor Raketen starteten. Die Kubakrise 1962 hatte Spuren hinterlassen.

Modell mit Nachahmern

Die Telefone waren, wie in Filmen, wirklich leuchtend rot, wenn auch nicht von Anfang an. Man hatte aus der Erfahrung gelernt, dass Missverständnisse und kleine Fehler im Kalten Krieg vernichtende Folgen haben konnten.

Die Presse hatte noch grün als «Farbe der Hoffnung» vorgeschlagen. Die Stimmung war aber eine andere, «Gefahr» lag der damaligen Situation näher. Gründe für eine Telefonleitung gab es genug. Zuvor hatten schon eine fehlgeleitete Rakete, Radarreflexe vom Mond, Fehlmeldungen und die Kubakrise für ein mögliches «Go to war» gesorgt.

Später richteten mehrere Staaten Verbindungen auch zu verfeindeten Ländern ein. Seit 2005 beispielsweise haben Indien und Pakistan eine Leitung. In Nordkorea geht man gerade den umgekehrten Weg: Die Stalinisten im Norden haben die Linie nach Seoul gekappt.

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