Peter und Maria – die Schweizer Vornamen schlichthin

Ihre Blütezeit haben sie längst vorbei – trotzdem: Peter und Maria sind die häufigsten Vornamen der Schweiz. Wie oft der eigene Vorname schweizweit vorkommt, kann nun in einer interaktiven Datenbank nachgeschaut werden. Und die zeigt: Eltern sind heute kreativer in der Namensgebung.

Der Musiker Peter Reber (links) und die ehemalige Skifahrerin Maria Walliser im Portrait. (keystone)

Bildlegende: Sie tragen die beliebtesten Vornamen der Schweiz: Peter Reber und Maria Walliser. Keystone

In der Schweiz trugen Ende 2011 exakt 63'220 Männer den Vornamen Peter, dicht gefolgt vom Vornamen Hans (61'209). Bei den Frauen führte die Hitliste der Name Maria (86'893) an – weit vor der zweitplatzierten Anna (44'829).

Diese Vornamen haben allerdings ihre Blütezeit längst hinter sich. Dreiviertel aller Männer mit dem Vornamen Peter wurden nämlich vor 1970 geboren. Im Jahr 1948 gab es sogar eine regelrechte «Peter-Schwemme» – mit 1900 kleinen Peterli. 2011 gab es gerade noch 10 Neugeborene mit diesem Namen.

Eltern sind kreativer geworden

Demgegenüber tauchen selbst die in letzter Zeit so beliebten Vornamen wie Leon, Noah und Luca pro Jahr jeweils «nur» zwischen 300 und 680 Mal in der Vornamen-Hitparade auf. Für das Bundesamt für Statistik (BFS) ein Indiz: Eltern sind bei der Namensgebung viel kreativer geworden.

Seit 1987 erstellt das BFS jährlich eine Hitparade der beliebtesten Vornamen der Neugeborenen. Ein neues interaktives Tool ermöglicht es nun, nach der Häufigkeit der Vornamen aller 7,9 Millionen Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz zu suchen – und dies für jeden einzelnen Jahrgang seit 1902.

Wie viele tragen meinen Namen?

Von der Suchmaschine beim Bundesamt für Statistik werden sämtliche Vornamen angezeigt, die mindestens dreimal vorkommen. Insgesamt kommen so landesweit 48'962 verschiedene männliche und weibliche Vornamen zusammen.