Pressefoto des Jahres: Tod einer Familie

Zwei tote Kinder, im Hintergrund der tote Vater, wütende Männer um sie herum. Das Bild entstand nach einem israelischen Raketenangriff im Gaza-Streifen. Das Bild von Paul Hansen ist der Gewinner des World Press Photo Award.

Die Bilder verstören, erschüttern. Zuweilen ist der Zuschauer gar geneigt, an der Echtheit der Bilder zu zweifeln. Und doch zeigen die Aufnahmen der ausgezeichneten Fotografen des World Press Photo Award einen Ausschnitt aus unserer Welt. Manchmal schön, manchmal grausam, manchmal beides zusammen.

Über hunderttausend Bilder hat die Jury erhalten. Gewonnen hat das Bild des schwedischen Fotografen Paul Hansen, aufgenommen am 20. November 2012 in Gaza-Stadt. Sein Bild zeigt eine Gruppe von Männern. Sie tragen zwei tote Kinder in weissen Tüchern, die zweijährige Suhaib Hijazi und ihr dreijähriger Bruder Mohammed. Die Kinder kamen bei einem israelischen Raketenangriff ums Leben.

Im Hintergrund wird der ebenfalls getötete Vater der Kleinen auf einer Bahre transportiert. Während die drei zu Grabe getragen werden, liegt die Mutter auf der Intensivstation. Das Haus der Familie war beim Raketenangriff zerstört worden.

Wichtiger Preis

Der World Press Photo Award ist der international wichtigste Preis für Pressefotografie und der weltgrösste Wettbewerb seiner Art. Neben dem «Foto des Jahres» prämierte die Jury 54 Fotografen in neun Kategorien aus 32 Ländern. Das Pressefoto des Jahres ist mit 10'000 Euro dotiert. Mehr Bilder finden Sie auf der Internetseite von World Press Photo.