Prinz Charles oder Hamlet? Das ist hier die Frage

Zum 400. Todestag von Shakespeare mimen britische Prominente dessen bekannteste Figur: Ian McKellen, Judi Dench, Benedict Cumberbatch und – last but not least – Prinz Charles. Wer aber macht es am besten? Eine verfängliche Frage. Denn es ist offenbar der Ton, der das Theater macht.

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«Sein oder Nicht-Sein». Die richtige Betonung ist die Frage.

1:51 min, vom 24.4.2016

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat es sich zum 400. Todestag von William Shakespeare nicht nehmen lassen, in die Rolle des Hamlet zu schlüpfen. Er wagte sich bei einer Shakespeare-Hommage in Stratford-upon-Avon an die berühmtesten Zeilen des Dichters.

Mit typisch britischen Humor führte der 67-Jährige vor, wie die Hamlet-Worte «To be, or not to be, that is the question» – «Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage» – korrekt zu betonen sind. Die Zuschauer im Royal Shakespeare Theater dankten es ihm am Samstagabend mit tosendem Beifall.

Der kurze Auftritt in der Hommage «Shakespeare live!» im Geburtsort des Nationaldichters wurde von der BBC live übertragen und war in europäischen Kinos zu sehen.

Das letzte Wort hat der Prinz

Prinz Charles stand gemeinsam mit Schauspiel-Grössen wie Dame Judi Dench, Sir Ian McKellen, Benedict Cumberbatch und David Tennant auf der Bühne. Alle standen für eine andere Version, wie nun der Satz aus dem «Hamlet»-Drama richtig ausgesprochen werden muss. Das letzte Wort hatte Prinz Charles.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Barack Obama Shakespeare die Ehre erwiesen. Er besuchte in London das weltberühmte Globe-Theater, das sich ganz den Dramen und Komödien des Nationalbarden widmet. Das Theater ist ein Nachbau des Hauses, in dem Shakespeare einst viele seiner Dramen über Macht und Machtmissbrauch sowie Liebe und Eifersucht aufführte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • William Shakespeare – 400. Todestag

    Aus Tagesschau vom 23.4.2016

    William Shakespeare gilt als berühmtester Dramatiker der Geschichte; noch heute prägen seine Werke die Literatur. Vor exakt 400 Jahren ist der Barde gestorben.