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Panorama Putin taucht ab

Russlands Präsident Wladimir Putin pflegt seinen sorgsam inszenierten Ruf als Abenteurer. Sein letzter Mediencoup: ein halbstündiger Tauchgang in einer Unterseekapsel. Antike Vasen hat Putin dieses Mal zufällig nicht gefunden.

Legende: Video Wladimir Putins Tauchgang in einer Unterseekapsel abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 16.07.2013.

Der Sender Perwy-Kanal zeigte Putin, wie er an Bord der Kapsel steigt, um zum Wrack der «Oleg» in 60 Metern Tiefe hinabzutauchen. Das Schiff der russischen Marine war 1869 gesunken.

Putin präsentiert sich immer wieder gern in «Aktion»: In einem Kampfflugzeug flog er nach Tschetschenien, in Sibirien liess er sich auf Tigerjagd ablichten. Bei anderer Gelegenheit posierte er in einem Formel-1-Rennwagen oder auf Waljagd mit einer Armbrust.

Peinlich wurde es, als Putin 2011 vor laufenden Kameras vor der Taman-Halbinsel im Süden Russlands im Neoprenanzug in die Ruinen der antiken griechischen Stadt Phanagoria abtauchte, um von dort zwei antike Vasen hochzubringen.

Monate später musste sein Sprecher einräumen, dass es sich um eine Inszenierung gehandelt hatte. Kritiker hatten Verdacht geschöpft, weil auf den angeblich aus dem sechsten Jahrhundert stammenden Amphoren keine Spuren von Algen oder Muscheln zu sehen waren.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Kathriner, Sarnen
    dieser Titel ist echt SRF Mache, das wird Putin sicher keinen Feuchten berühren, aber was für Geister sie bei unseren Journalisten und Schweizer Spiesser hervorrufen, ist bedenklich, aber was will man sich da bemühen, es war schon immer so.
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Der Titel gefällt mir... Doch leider verspricht er nicht das, was man sich erhoft hatte...
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  • Kommentar von JP.Simon, Bern
    Wenn die Demokratie in Russland so Fortschritte macht, warum soll er nicht das Abtauchen frönen, niemand wird sich daran stören und stöhnen. Der grösste Schub den die Demokratie aber machen würde, ohne auf dem Buckel die Putins Bürde, wäre nicht nur abzutauchen sondern auch wegzutauchen. Damit könnte er nicht mehr mit Brillanz und Brillantine brillieren, doch wir hätten nichts zu verlieren. Die Schreibe im Konjunktiv geredet, die Wirklichkeit nicht nur Morgens/Abends, auch vor Scham gerötet.
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