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Melbourne hat ein Rauch-Problem
Aus Tagesschau vom 15.01.2020.
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Rauch in Melbourne Organisatoren der Australian Open unter Druck

Was ist passiert? Wegen schlechter Luft als Folge der Buschfeuer wurden die für Mittwoch angesetzten Qualifikationsspiele für die Australian Open in Melbourne verzögert. Aufgrund des Rauchs hatten sich schon am Dienstag die ersten Spiele in der Qualifikationsrunde verzögert. Die Gegnerin der Schweizer Tennisspielerin Stefanie Vögele gab gar nach einem Hustenanfall auf und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt.

Wie steht es um die Luftqualität in Melbourne? Am Dienstag war die Luftqualität in der australischen Metropole so schlecht gewesen, dass die Bürger aufgefordert worden waren, zu Hause zu bleiben. Trotzdem wurde Tennis gespielt, was den Organisatoren Kritik einbrachte. Am Mittwochabend setzten sintflutartige Regenfälle ein. Diese klärten zwar die Luft, verunmöglichten jedoch die Wiederaufnahme der Qualifikationsspiele.

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Aus dem Archiv: Buschbrände in Australien
Aus Tagesschau vom 04.01.2020.
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Wie reagierten die Sportlerinnen und Sportler? Zahlreiche Spieler kritisierten die Organisatoren des Turniers, dass für Mittwoch trotz der Rauchbelastung Spiele angesetzt wurden. Die Weltnummer 23 Lucas Pouille ruft in einem Tweet gar die Spieler zum Streik auf. «Ich lese immer wieder, dass das Spielen gefährlich ist, und lese Nachrichten von Spielern, die sagen, dass das alles ein Skandal sei. Ich kann es nicht beurteilen, weil ich nicht da bin. Aber ich frage mich, warum sie dann auf den Platz gehen», twittert der Franzose, der das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres verletzt verpasst.

Welche Spielerinnen und Spieler sind betroffen? Die Qualifikationsspiele werden durch Spieler und Spielerinnen mit einem niedrigen Ranking ausgetragen. Die Quali-Spiele finden im Freien statt, während die Spiele des Hauptturniers, das ab 20. Januar ausgetragen werden, im Notfall unter verschliessbaren Dächern stattfinden können. Einige Spielerinnen und Spieler beklagten sich, dass sich die Top-Spieler nicht solidarisch mit ihnen zeigten.

Wie reagierten die Organisatoren? Die Organisatoren beteuerten, dass die Luftbedingungen laufend kontrolliert und weitere Entscheidungen nach Rücksprache mit Medizinern, Wetterexperten und Umweltschutzbehörden getroffen würden. Eine Verschiebung des ganzen Turniers hatten die Organisatoren bereits Anfang Januar ausgeschlossen. Die Qualifikationsspiele von Mittwoch wurden auf Donnerstag verschoben. Am Mittwochabend fand hingegen ein Benefiz-Spiel mit Tennis-Stars wie Roger Federer und Serena Williams zugunsten der Opfer der Buschfeuer statt.

Bringt der Regen Entspannung? Der Regen bringt tatsächlich Linderung, nachdem die Luftqualität in den vergangenen Tagen äusserst schlecht war. Die australischen Behörden, Link öffnet in einem neuen Fenster bezeichnen die Luftqualität zur Zeit denn auch als «gut». Bereits für morgen Donnerstag ist allerdings wieder die Stufe «schlecht» angekündigt.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Keiner wird gezwungen zu spielen. Wem also seine Gesundheit was wert ist, wird auf die Teilnahme verzichten.
    MfG
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  • Kommentar von Juha Stump  (Juha Stump)
    Es geht nicht nur um dieses Turnier an sich, ob es abgesagt oder verschoben werden soll oder nicht. Ich befürchte viel Schlimmeres: Wir wissen nicht, was alles durch diese Brände und Aschewolken in die Luft gewirbelt worden ist. Schon in wenigen Jahren könnte sich das in Form von Krankheiten zeigen, deren Namen ich lieber nicht nenne. Dann wird es auch die Superreichen treffen, schliesslich atmen sie die gleiche Luft. Auch Milliarden von Dollars können nicht alles verhindern.
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  • Kommentar von Oliver Gawlowski  (Oliver Gawlowski)
    absolut irre bei diesen Bedingungen ein Tournier durchzuführen. Ich bin mir sicher, wäre es ein Nachwuchsturnier oder Seniorturnier hätte man abgesagt. Also Geld vor Gesundheit bei den Organisatoren - ich hoffe die Besucher bleiben aus!
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