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Panorama Ringelnatter ist das Tier des Jahres

Eine Wasserschlange ist Schweizer Tier des Jahres. Die Umwelt-Organisation «Pro Natura» hat für 2015 die Ringelnatter ausgewählt. Mit dieser Wahl wird dazu aufgerufen, die feuchten Lebensräume der Schlange zu erhalten. Diese seien nämlich am verschwinden.

Die Ringelnatter ist das Tier des Jahres 2015. Sie gilt in der Schweiz als «verletzliche» Tierart. Wie Pro Natura mitteilte, verbindet sie die Ernennung mit einem Appell zur Erhaltung oder Schaffung natürlicher Lebensräume für die Reptilien: Tümpel, Weiher und dergleichen.

Die Ringelnatter ist ungiftig und ist für den Menschen völlig harmlos, wie die Naturschutzorganisation schreibt. Sie lebt am und im Wasser, ist eine ausgezeichnete Schwimmerin und kann bis zu einer halben Stunde unter Wasser bleiben. Im und am Wasser findet sie ihre Nahrung: Frösche, Kröten, Molche, Salamander oder Fische.

Auch Private können Tierschutz betreiben

Problematisch ist der drastische Rückgang dieser Lebensräume und damit der Nahrungsgrundlage für die Ringelnatter. Pro Natura ruft deshalb Gemeinden dazu auf, Tümpel, Weiher und Teiche zu erhalten, zu vernetzen und wo möglich neue anzulegen. Die Organisation selbst hat solche in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen einer Kampagne «Mehr Weiher für Frosch & Co» initiiert, geplant oder realisiert.

Legende: Video Die Ringelnatter - Tier des Jahres abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.01.2015.

Nicht nur Gemeinden, auch private Gartenbesitzer können etwas tun, wie Sabine Mari von pro Natura auf Anfrage sagte: Stein- und Holzhaufen dienen den Reptilien – und anderen Kleintieren – als Unterschlupf, in Komposthaufen können Eier abgelegt werden. «Fallen» wie Lichtschächte können mit Gittern oder Ausstiegshilfen «entschärft» werden. Wichtig sei auch der Verzicht auf Pestizide.

Eine von drei Wasserschlangen

Die Ringelnatter ist eine von drei Wasserschlangen in der Schweiz - neben der Würfelnatter und der Vipernatter. Auffälliges Merkmal sind helle, halbmondförmige Flecken im Nacken – die allerdings manchmal fehlen oder nur blass sind.

Die Weibchen werden bis zu 1,40 Meter lang, die Männchen sind kleiner: Sie erreichen eine Länge von knapp einem Meter, so Pro Natura. Weil die Haut nicht mitwächst, häuten sich die Schlangen mehrmals pro Jahr.

Von Oktober bis März halten die Schlangen Winterruhe. Nach der Paarung im Frühling legen die Weibchen 30 bis 40 Eier in verrottende Laubhaufen, Baumstümpfe, Kompost- oder Misthaufen, wo es feuchtwarm ist. Nach sieben bis neun Wochen schlüpfen die etwa bleistiftlangen Jungen aus.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Danke «Pro Natura» zum Einsatz für diese Spezies, welche zur Biodiversität auf Erden gehört, wie alles andere auch. Inklusive wir selber! In der Schweiz sind Schlangen für den Menschen eh kein Problem, selbst die "giftigen" wie Kreuzotter und Aspisviper nicht. Ausser für Kleintiere. Bin kein „Reptiliennarr“, aber in den Tropen kreuzen sich unsere Wege öfter und lasse sie leben. Die Schlange ist scheu und sucht uns nicht. Eher tampeln wir „blind“ in der Gegend rum und werden in Abwehr gebissen.
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  • Kommentar von H.Gervasini, Tessin
    Wir sind Besitzer eines Biotops. Jedes Jahr kommen zuerst die Froesche um zu laichen, wenn es schoen viele kleine Froeschli hat, kommt die Ringelnatter um sich ein Festessen zu machen. Letztes Jahr waren es schon 3 Natter. Wir freuen uns jedesmal sie zu sehen.
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