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Panorama Rosskur für einen Lufthansa-Airbus

Auch die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa spürt die Krise. Auf dem Weg zu mehr Rentabilität schreckt der Fluganbieter auch nicht vor ungewöhnlichen Ideen zurück. In Frankfurt wurde ein Airbus A340-300 einer Radikal-Diät unterzogen.

Blick ins Cockpit einer Boing 747.
Legende: Boing oder Airbus: Raus, was nicht unbedingt rein muss. Ein Spar-Potential von 2,6 Millionen Euro jährlich. Keystone

400 Projekte hat die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa aufgegleist, um Geld zu sparen. Eins davon ging einem Airbus A340-300 ans Eingemachte. Zur Reduzierung seines Gewichts und damit der Kerosinkosten wurde er am Flughafen in Frankfurt komplett entladen.

Abspecken vom Cockpit bis in den Frachtraum

Rund 4000 Kilogramm wurden aus dem Langstreckenjet geräumt. Auf beachtliche zehn Prozent davon könnte verzichtet werden.

Wenn dies in der gesamten Flotte gelinge, könne man im Jahr 2,6 Millionen Euro Benzinkosten sparen, erklärte der Projektleiter der Aktion. «Das komplette Innenleben eines Langstreckenflugzeugs – Cockpit, Kabine und Frachtraum – steht auf dem Prüfstand.»

Kleiderbügel nicht aus Holz

Als überflüssig wurden dicke Handbücher bewertet. Sie fliegen künftig als Computerdateien in den Dienst-Laptops der Besatzung mit. Die Maschine hatte auch deutlich zu viel Papierservietten, Toilettenpapier, Bettwäsche und Getränke an Bord.

Natürlich dürfe weder am Komfort noch an der Sicherheit gespart werden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Gleichwohl seien auch hier Einsparungen möglich, wenn man etwa leichtere Medizinkoffer oder Schwimmwesten einsetze. Auch müssten die Kleiderbügel an Bord nicht zwingend aus Holz sein.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Gustav Wernle, Hong Kong
    Am besten zum Sparen ist: Reduziert die Saläre der Manager um 30%. Dann spart man sicher mehre Millionen.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Sarkastisch aber wahr. Auf kurz/mittelstecken-Flügen könnte man auch die ganzen Sitze rausschmeissen. Wieviel Tonnen wiegen die? Stundenlanges Stehen, wie hier in guatemaltekischen Bussen (man kann es auch Bananen-ÖV nennen und Sicherheit = NULL) zumuten??? In der ganzen Ökonomie geht es doch nur noch um das Aushungern seiner Konkurrenten. In der Hoffnung als Monopolist zu überleben. MfG
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