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Panorama Rund um Locarno ist der Wasserhahn zu

In der Tessiner Region um Locarno haben etwa 5000 Personen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser. Grund ist eine Verunreinigung in einer Wasserverteilanlage mit Benzindämpfen. Konkret heisst das: kein Wasser zum Trinken, Kochen, Waschen. Und das bleibt bis Ende Woche so.

Bis voraussichtlich am Freitag darf in der Region Locarno Hahnenwasser weder getrunken noch zum Kochen oder Waschen genutzt werden. Das ordnet der Zivilschutz Locarno und Vallemaggia an.

Eine mobile Zisterne in gerra Piano. (RSI, B. Zeli)
Legende: In der Region Locarno heisst es derzeit: Anstehen für Trinkwasser an der mobilen Zisterne. Im Bild: Gerra Piano RSI, B. Zeli

Denn eine Wasseranlage soll mit Benzin verunreinigt worden sein. Konkret soll das Problem durch einen Generator entstanden sein, dessen Benzindämpfe in das Abluftsystem der Wasseranlage gelangten. Diese befindet sich in den Bergen oberhalb der betroffenen Ortschaften.

Bei der Verschmutzung handelt es sich um eine chemische Verunreinigung. Das bedeutet, das Leitungswasser kann auch durch Abkochen nicht trinkbar gemacht werden. Seit dem Wochenende stehen deshalb in Cugnasco, Gerra Piano, Lavertezzo Piano und Riazzino mobile Zisternen. Zudem werden Wasserflaschen verteilt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Kramer (Kaspar)
    Das mit den Benzindämpfen vom Generator in die Brunnenstube ist wohl eine kleine Verschleierung der effektiven Vorkommnisse, denn Benzindämpfe aus einem Auspuff (?) sich sofort verflüchtigen, während wesentlich schwerere Schmieroelanteile (oder Diesel?) sich auf dem Wasser niederschlagen können. Da gibt es Schutzzonen rund um Quellen, und es werden trotzdem Generatoren aufgestellt? Die aufgezählten Gemeinden gehören übrigens mehrheitlich zum Verzascatal.
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  • Kommentar von Fr. Widmer (FW)
    Glücklich zu nennen sind wohl diejenigen, die eine Dachrinne mit Regenfass montiert haben. Regenwasser kann man mit Katadynfilter trinken oder abkochen und kann auch zum Waschen gebrauchen werden. Was, wenn es in naher Zukunft noch mehr solche "Zwischenfälle" gibt? Es ist immer noch Zeit, um sich auf solch mögliche Szenarien vorzubereiten.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli (thkaepp)
      Wobei Regenwasser, vor allem in dicht besiedelten und Industriegebieten, alles andere als chemisch unbelastet ist. Speziell in Städten wie unsere, mit all dem Russ und anderer Schwebestoffe/Aerosole :-( Das liesse sich dann nur mit Aktivkohlefilter und andere aufwendige Verfahren vom Wasser trennen. Übrigens gibt es Katadynfilter, welche neben der mit Silberionen dotierten Keramikkerze, auch über eine Ativkohle-Stufe verfügen. Halte hier (für den Erdbebenfall) auch Micropurtabletten am Lager.
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