Schweizer scheitern an E-Sports-WM

E-Sports zählen zu den am schnellsten wachsenden Sportarten. Immer mehr Zuschauer verfolgen E-Sports-Events per Stream am Computer oder Live vor Ort. Am Wochenende zum Beispiel in Jakarta, wo die E-Sports-WM 2016 stattfand. Aus Schweizer Sicht leider wenig erfolgreich.

Ein Teamfoto mit 11 jungen Männern.

Bildlegende: Das Schweizer Team Maaischguet kam bei «Counter-Strike» an der WM in Jakarta nicht über die Gruppenphase hinaus. Facebook

Da wäre mehr drin gelegen: In allen drei WM-Disziplinen sind die Schweizer E-Sportler schon in der Gruppenphase ausgeschieden. Am deutlichsten war die Niederlage für den «Hearthstone»-Spieler Yannick Widmer aka YounTheory. Er konnte keinen der drei Matches gewinnen. Damit landete er in seiner Gruppe auf dem letzten Platz. Hearthstone-WM-Sieger wurde der Ägypter Sherif Salama.

An der Vorjahres-WM in Seoul hatte es YounTheory immerhin noch zu Siegen gegen Südafrika und China gereicht. Für den Viertelfinal hatte er sich allerdings auch damals nicht qualifizieren können.

Einzelspieler und Teamarbeiter

Neben dem Sammelkarten-Strategiespiel «Hearthstone» massen sich die E-Sportler an der WM in Jakarta ausserdem in den Disziplinen «Counter-Strike: Global Offensive» – ein Taktik-Shooter – und «League of Legends» – eine Art Echtzeit-Strategiespiel.

Im Gegensatz zum Einzelspieler-Game «Hearthstone» traten in den anderen beiden Disziplinen jeweils Teams von je fünf Spielern gegeneinander an. Für die Schweiz hatten sich in diesem Jahr die Teams Improve («League of Legends») und Maaischguet («Counter-Strike») für die WM qualifiziert.

Am WM-Sieger gescheitert

Improve (die damals noch unter dem Namen Dead Pixels spielten) hatten es an der letzten WM nach Siegen gegen Südafrika, Vietnam, Iran und schliesslich Israel noch bis in den Halbfinal geschafft. Dort schieden sie dann gegen den Turnierzweiten China aus und landeten schliesslich auf dem vierten Platz.

In diesem Jahr scheiterten Improve mit einem Sieg und zwei Niederlagen dagegen schon in der ersten Runde. Allerdings gegen starke Gegner: Die beiden Niederlagen kassierten sie gegen Australien und China, welche die WM auf dem ersten respektive zweiten Rang beendeten. Insgesamt waren bei «League of Legends» 23 Teams angetreten.

WM für Profis nicht interessant

Auch das «Counter-Strike»-Team Maaischguet schied nach einem Sieg und zwei Niederlagen bereits in der Gruppenphase aus. Die erste Niederlage gab es gegen Gruppensieger Südkorea, das am Ende des Turniers auf dem fünften Rang lag. Gewonnen hat das Team aus Serbien, vor Indonesien und Finnland. Weil «Counter-Strike» zum ersten Mal an einer E-Sports-WM gespielt wurde, war im Vorfeld nicht klar, wer von den 21 antretenden Teams zu den Favoriten zählen würde.

Für die WM hatten sich 479 Teilnehmer aus 37 Ländern qualifiziert. Die meisten davon aus Asien oder Europa. Sie spielten in Jakarta um eine Preissumme von 54'000 Dollar. Für Profi-Spieler ist das ein Klacks: An einer Veranstaltung wie dem Turnier «The International» ging es in diesem Jahr um Preisgelder von insgesamt über 20 Million Dollar.

Vom Gamen leben

Vom Gamen leben

Der Schweizer Profigamer Maniac verdient sein Geld mit Computerspielen. In der E-Sports-Welt ist er ein Star. Die SRF-3-Sendung «Input» hat ihn begleitet und zeigt, wie hart diese sitzende Sportart ist.