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Panorama Schweres Beben erschüttert Tokio

Japans Hauptstadt Tokio ist vom schwersten Erdbeben seit mehr als drei Jahren erschüttert worden. Hochhäuser wankten, eine Tsunami-Warnung gab es aber nicht. Jüngsten Berichten zufolge soll es Verletzte gegeben haben.

Tokio
Legende: Tokios Hochhäuser wurden von den starken Erdstössen ins Wanken gebracht. Keystone

Das Erdbeben riss die Bewohner Tokios um 5.18 Uhr Ortszeit (22.18 Uhr MESZ) aus dem Schlaf und liess die Gebäude der dicht bebauten Millionenmetropole wackeln. In den Wohnungen gerieten Möbel ins Wanken, einige Züge wurden durch das automatische Verkehrssicherheitssystem vorübergehend angehalten.

Mehrere leicht Verletzte

Nach Angaben des US-Erdbebendienstes lag die Stärke des Bebens bei 6,0, der Ausgangspunkt lag in 15 Kilometern Tiefe. Das Beben hatte sein Epizentrum in der Nähe der Insel Izu Oshima südlich der Bucht von Tokio, wie Japans Wetterbehörde mitteilte. Mit kleineren Nachbeben in den nächsten Tagen sei zu rechnen, hiess es.

17 Menschen wurden nach Medienberichten beim Stolpern auf schwankendem Grund leicht verletzt. Meldungen über grössere Schäden liegen derzeit nicht vor.

Legende: Video Bilder aus Überwachungskameras abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Vom 05.05.2014.

Fukushima-Betreiber beruhigt

Für Tokio waren es die schwersten Erdstösse seit März 2011, als ein Erdbeben der Stärke 9,0 einen gewaltigen Tsunami auslöste. Bei dem Unglück am 11. März 2011 starben mehr als 18'000 Menschen.

Die Flutwelle traf auch das Atomkraftwerk Fukushima. In mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Hunderttausende mussten wegen der schwersten Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986 flüchten.

Der Fukushima-Betreiber Tepco teilte nach dem Beben vom Sonntag mit, weder Fukushima noch andere Reaktoren in der betroffenen Gegend seien beschädigt worden.

Japan: Beben keine Seltenheit

Japan wird jedes Jahr von mehreren relativ schweren Erdbeben erschüttert, da in der Region mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Aufgrund strikter Sicherheitsvorkehrungen für den Bausektor bleiben Erdstösse, die in anderen Ländern reihenweise Gebäude zum Einsturz bringen würden, aber oftmals ohne markante Folgeschäden.

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