Schwierigste Kletterroute bezwungen

Zwei Amerikaner haben erstmals ohne Hilfsmittel die mithin schwierigste Kletterroute auf den El Capitan im Yosemite-Nationalpark gemeistert. Sie brauchten dafür mehr als zwei Wochen.

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Die Kletterer waren über zwei Wochen in der Wand (unkommentiert)

0:24 min, vom 15.1.2015

Zwei Freeclimber haben im kalifornischen Yosemite-Nationalpark eine knapp 1000 Meter hohe Felssteilwand erstmals auf einer äusserst schwierigen Route bezwungen.

Senkrechte Felswand

Der 36-jährige Tommy Caldwell und der 30-jährige Kevin Jorgeson erreichten den Gipfel des riesigen Fels-Monolithen El Capitan nach mehr als zwei Wochen in der Wand. Sie sind die ersten, welche die besonders schwierige «Dawn Wall»-Route auf der fast senkrechten Steilwand ohne Hilfsmittel hinaufkletterten. In Bergsteigerkreisen zählt die Route zu den schwierigsten Kletterrouten der Welt.

An Seilen hängende Zelte, auch einige Personen sind sichtbar.

Bildlegende: Die beiden Kletterer übernachteten jeweils in der senkrechten Felswand. Keystone

Caldwell und Jorgeson kletterten frei im Fels, nur mit ihren Händen und Füssen, also ohne andere Hilfsgeräte. Seil und Klettergurt dienten lediglich zur Absicherung bei Stürzen. Sie übernachteten jeweils in frei hängenden Zelten in der Steilwand.

Aufstieg dauert 18 Tage

Die beiden Kletterer wurden auf dem Gipfel von Familie und Freunden jubelnd in Empfang genommen. Die Extremtour des Duos im Yosemite-Tal mit seinen berühmten Granitfelsen hatte am 27. Dezember begonnen. Während des Aufstiegs berichteten die Männer via Twitter und Facebook über ihre Erlebnisse.