Zum Inhalt springen

Panorama Sechs «Saaser Mutten» in Domodossola aufgetaucht – von einst 103

Vor knapp zwei Wochen verschwanden 103 der seltenen «Saaser Mutten» in Saas Almagell (VS). Am Wochenende tauchten sechs von ihnen wieder auf – südlich von Domodossola. Zum Diebstahl bekannten sich italienische Schäfer. Von den restlichen Tieren fehlt jede Spur.

Legende: Video Gestohlene Schafe gefunden abspielen. Laufzeit 3:40 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.09.2014.

Sechs der im Oberwalliser Saastal vermissten Schafe der seltenen Rasse «Saaser Mutten» sind wieder aufgetaucht. Wie das Oberwalliser Lokalradio rro am Wochenende von Schäfern erfahren hat, seien Walliser Schäfer von italienischen Wildhütern informiert worden, sich doch umgehend nach Domodossola (I) zu begeben. Dort konnten sie die paar wenigen Exemplare der seltenen Schafe zweifelsfrei identifizieren.

Geständige Täter – 97 Schafe weiter vermisst

Damit bestätigte sich der Verdacht auf Diebstahl, der unmittelbar nach dem Verschwinden der Schafe aufgekommen war. So berichteten zwei Zeugen – ein Jäger und ein Bahnangestellter – von einem Mann, der eine Schafherde vom Ofental beim Mattmark-Stausee über den Ofenpass nach Italien geführt haben soll. Mittlerweile ist klar, dass es sich dabei um den Sohn eines italienischen Schäfers handelte.

Sowohl der Vater als auch der Sohn sollen geständig sein. Als Grund für die Tat gaben sie an, sie hätten mit dem Verkauf der Schafe Schulden begleichen wollen. Zum Aufenthaltsort der restlichen 96 vermissten Schafe machten sie indes keine Angaben. Fest steht aber, dass die Schafe bereits weiterverkauft wurden.

Viele Schafe womöglich bereits geschlachtet

Philipp Ammann, der sich bei Pro Spezie Rara für den Erhalt der bedrohten Schafe einsetzt, zeigte sich erleichtert über die Nachricht. Zugleich sei er «erbost» über das Schweigen der Schafdiebe, und fügte an: «Ziemlich sicher ist ein guter Teil der Schafe bereits geschlachtet worden.» Er hoffe aber, dass andere der vermissten Schafe noch am Leben seien. Über verstärkte Schutzmassnahmen für die Schafe werde zu diskutieren sein, sagte Ammann.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.