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92. Oscarverleihung mit koreanischer Überraschung
Aus Tagesschau vom 10.02.2020.
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Sensation in Hollywood «Parasite» holt den Spitzen-Oscar

  • «Parasite» wird als erster nicht englischer Film mit dem Spitzen-Oscar gekürt.
  • Als beste Hauptdarstellerin wird Renée Zellweger für ihre Verkörperung der Schauspielerin Judy Garland in «Judy» geehrt.
  • Joaquin Phoenix nimmt den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle im Drama «Joker» entgegen.
  • Laura Dern («Marriage Story») und Brad Pitt («Once Upon a Time… in Hollywood») werden als beste Nebendarstellende ausgezeichnet.
  • «Parasite» erhält mit vier Oscars die meisten Auszeichnungen.

Die südkoreanische Satire «Parasite» hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass eine nicht-englischsprachige Produktion in der Königskategorie triumphierte. Regisseur und Produzent Bong Joon Ho erhielt zudem den Regie- und Original-Drehbuch-Oscar sowie den Preis für den besten internationalen Film. Das Werk war mit vier Auszeichnungen der Gewinner des Abends.

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«Parasite»: Bester Film (unkommentiert)
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 10.02.2020.
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Keine Überraschungen in den Schauspiel-Sparten

Als beste Hauptdarstellerin wurde in der Nacht auf Montag in Hollywood Renée Zellweger für «Judy» ausgezeichnet; in dem biografischen Film spielt sie die Sängerin Judy Garland. Bester Hauptdarsteller wurde Joaquin Phoenix für seine Rolle des späteren Batman-Gegenspielers «Joker»; das Drama wurde ausserdem für die beste Filmmusik ausgezeichnet.

Brad Pitt und Laura Dern gewannen Oscars als beste Nebendarstellende. Pitt wurde für seine Rolle in dem Quentin-Tarantino-Film «Once Upon a Time... in Hollywood» ausgezeichnet, Dern für «Marriage Story» des Regisseurs Noah Baumbach. Es waren die ersten Schauspiel-Oscars für Pitt und Dern. Alle Darstellenden hatten bereits den Golden Globe, den SAG Award und den Bafta gewonnen.

Brad Pitt mit Seitenhieb gegen Trump

Pitt liess es sich in seiner Rede nicht nehmen, wieder einmal gegen US-Präsident Donald Trump zu schiessen. «Sie haben mir gesagt, ich habe hier oben 45 Sekunden», begann er seine Rede auf der Bühne. «Das sind 45 Sekunden mehr, als der Senat John Bolton gegeben hat», so Pitt. Ein Seitenhieb auf das gescheiterte Amtsenthebungsverfahren gegen Trump, bei dem der Senat keine Zeugenaussagen zuliess – und das Vorhaben, den Präsidenten seines Amtes zu entheben, damit bereits im Keim erstickte.

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«Ich kriege wenigstens mehr Redezeit als John Bolton»
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 10.02.2020.
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Nur drei von zehn möglichen Preisen für Kriegsfilm

Drei Oscars gingen an das Kriegsdrama «1917»: Das Werk des Briten Sam Mendes wurde für Tonmischung und beste Spezialeffekte ausgezeichnet; Roger Deakins für die beste Kamera.

Sänger Elton John und sein Liedtexter Bernie Taupin erhielten den Oscar für den besten Filmsong: «(I'm Gonna) Love Me Again» aus dem Biopic «Rocketman». Der von Michelle und Barack Obama unterstützte Film «American Factory» gewann einen Oscar in der Kategorie Dokumentation. Die Netflix-Produktion von Steven Bognar und Julia Reichert erzählt von den Menschen in einer Fabrik im US-Bundesstaat Ohio.

Alle Gewinner der 92. Oscar-Verleihung

Bester Film«Parasite»
Beste HauptdarstellerinRenée Zellweger – «Judy»
Bester HauptdarstellerJoaquin Phoenix – «Joker»
Beste NebendarstellerinLaura Dern – «Marriage Story»
Bester NebendarstellerBrad Pitt – «Once Upon a Time... in Hollywood»
Beste RegieBong Joon Ho – «Parasite»
Bestes Originaldrehbuch«Parasite»
Bestes adaptiertes Drehbuch«Jojo Rabbit»
Bester internationaler Film«Parasite»
Bester Filmsong«(I'm Gonna) Love Me Again» – Elton John
Bester Animationsfilm kurz«Hair Love»
Bester Animationsfilm lang«Toy Story 4»
Bester Dokumentarfilm kurz«American Factory»
Bester Dokumentarfilm lang«Learning to Skateboard in a Warzone (If You're a Girl)»
Bester Kurzfilm«The Neighbors' Window»
Bestes Make-up«Bombshell»
Bestes Kostüm«Little Women»
Beste Ausstattung«Once Upon a Time... in Hollywood»
Beste Kamera«1917»
Bester Schnitt«Le Mans 66»
Beste Filmmusik«Joker»
Beste Visual Effects«1917»
Bester Ton«1917»
Bester Tonschnitt«Le Mans 66»

Sendebezug: SRF 4 News, 05.00 Uhr

dpa/kaim

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Mireille Gast  (Mireio)
    Ich kann mich der Meinung von Herrn Moser nur anschliessen. Ein fantastischer Film, eine Geschichte, die einem bis zum Ende überrascht und nie plump und vorhersehbar ist. Seit langem keinen so guten Film mehr gesehen, da hat alles gestimmt. Freut mich auch sehr, dass der Film diese Auszeichnung erhielt.
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  • Kommentar von Seppli Moser  (Moser)
    Das erfüllt mich jetzt mit Freude. So ganz ohne Erwartungen ging ich 'damals' diesen Parasite schauen und war.. kann man schon sagen tiefer berührt. Wurde sogar euphorisch und meinte 'der Kulturbereich ist noch nicht ganz zusammengebrochen'. Er kann weiterhin Geschichten erzählen die bleiben und nachhaltig wirken. Dass dies von einer grossen Jury anerkannt wird finde ich ebenfalls toll
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  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    Gratuliere den koreanischen 'Parasiten', die die amerikanischen Grundfestungen unterwandert haben. :-) Ein hochverdienter Oski, definitv das beste, was die lezte Kinosaison bot. Warum wird eigentlich überhaupt zwischen englisch- und nichtenglichssprachig unterschieden? Die Sprache hat ja nichts mit unterschiedlichen Qualitäts Kategorien zu tun - schon gar nicht zugunsten des Englischen.
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    1. Antwort von jean-pierre Simon  (JPS)
      ,,,schon gar nicht zu Gunsten des Englischen. Für das gute brüllen eines Löwen, haben Sie einen Oskar verdient, lieber Herr Fuchs!
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    2. Antwort von Jaro Bels  (Gotod)
      Es wird eben nicht unterschieden, wie Sie es sehen. Es waren einfach bisher nur englischsprachige Filme und nun ist es nicht so. Basta. Die andere Frage ist aber, was dazu jetzt DT sagen, bzw. Twittern wird?
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    3. Antwort von Aness Ima  (Haness I.)
      Das Geschlecht der Hauptdarsteller hat ja auch nichts mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun.
      Ohne unterschiedliche Kategorien würden sie wahrscheinlich fremdsprachige Filme und Frauen öfter ignorieren
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    4. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Doch, halt schon, Jaro Bels. Sonst gäbe es ja den Oskar für den 'besten nichtenglischsprachigen Film' gar nicht. Ausserdem war es ja scheints auch, seit es Oskars gibt, tabu, einen n.e.s.Film mit den höchsten Ehren zu würdigen.
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    5. Antwort von Jaro Bels  (Gotod)
      @Beni Fuchs
      Na und? Alles bekannt. Es war Tabu und ist es nicht mehr. Fertig. Hab nichts anderes gesagt.
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