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Nach 7 Stunden im Amt Shitstorm wegen Frage zur Familienplanung

Legende: Video Frage nach Kinderwunsch löst Shitstorm aus abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus SRF News vom 03.08.2017.

Ein Interview mit Neuseelands neu gewählter Oppositionschefin Jacinda Ardern löst eine Sexismusdebatte aus. Ein Journalist fragt die 37-jährige Labour-Politikerin, ob sie plane, Mutter zu werden.

Ardern reagiert empört: «Es ist absolut nicht zu akzeptieren, dass Frauen im Jahr 2017 diese Frage an ihrem Arbeitsplatz beantworten müssen», sagt sie.

Nach dem Interview kam es zu einer Welle der Entrüstung in den sozialen Netzwerken.

Journalistin Hilary Barry schreibt auf Twitter: «Ich sehe, dass Jacinda Ardern immer nach Karriere und Kindern befragt wird. Kann jeder Idiot, der das fragt, auch ihren Konkurrenten Bill English danach fragen?»

Auch die ehemalige Premierministerin Helen Clark ist empört: «Es ist lächerlich, dass Frauen im 21. Jahrhundert in Führungspositionen geschlechtsspezifischen Angriffen ausgesetzt sind.»

«Weder Arbeitgeber noch die Öffentlichkeit haben das Recht zu fragen, ob jemand Kinder will oder nicht», schreibt eine weitere Frau auf Twitter.

Unterstützung kommt auch von einem männlichen Journalisten: «Ich wusste nicht, dass Jacinda Ardern die erste Premierminister-Kandidatin ist, die Mutter werden könnte.»

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10 Kommentare

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  • Kommentar von toufiq ismail (time)
    zitat matthew grocott: bitte die uebersetzung pruefen. es scheinen mir dabei wesentliche punkte auf der strecke zu bleiben. mein vorschlag: "ich habe nicht mitbekommen, dass jacinda ardern die erste person im rennen um das amt des premierministers ist, welche eltern werden koennte." ist wohl nicht perfekt, aber immerhin wird diese uebersetzung dem sinn der sache eher gerecht. m.e. geht es hier um sarkasmus und eben genau darum, dass maenner demnach angeblich nicht in diese kategorie fallen.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger (Andrea Esslinger)
    Glaubt hier jemand ehrlich, ein Mann wäre gefragt worden, ob er noch Kinder haben wolle? Wohl kaum. Auch wo er seine Anzüge kauft oder was er am liebsten kocht nicht.
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Warum soll man diese Frage nicht stellen dürfen? Sie ist doch - vor allem von Seiten des Arbeitgebers - sehr berechtigt, so wie man auch fragen darf "Wollen Sie die nächsten 20 Jahre mehrere Jahre zusätzlich Urlaub nehmen".
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Wenn ein Mann Militärdienst leistet und Karriere machen will wird er auch viel fehlen bei der Arbeit. Interessanterweise führt das aber nicht dazu, dass man den Mann nicht einstellt. Bei Frauen ist das allfällige Fehlen wegen einer allfälligen Schwangerschaft aber immer wieder ein Grund sie nicht einzustellen oder nich zu befördern. Die Frage darf darum nicht gestellt werden weil sie zum Nachteil der Frau ausgelegt wird.
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