Skihütten-Stimmung in New York

«Snowzilla» nennen die Amerikaner den schweren Schneesturm über der US-Ostküste. Besonders schwer getroffen hat er die Metropole New York. Das öffentliche Leben steht praktisch still. Wie die New Yorker mit dem eisigen Wintereinbruch umgehen, erzählt SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen.

SRF-Korrespondent Thomas von Grünigen war abends unterwegs im verschneiten New York. Er beschreibt die Lage in der US-Metropole wie folgt: «Das öffentliche Leben in Manhattan kam praktisch zum Stillstand. Die meisten Restaurants waren geschlossen. Auch die Vorführungen am Broadway wurden abgesagt. Aber die New Yorker trugen es mehrheitlich mit Fassung.»

Viele Spaziergänger hätten die autofreien Strassen genossen und Kinder hätten sich Schneeballschlachten geliefert. «Am Abend legte sich eine ungewohnte, angenehme Ruhe über das sonst so hektische Manhattan. In den wenigen geöffneten Bars und Restaurants herrschte gemütliche Skihütten-Stimmung», fügt von Grünigen an.

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Schneesturm in den USA

1:36 min, aus Tagesschau am Mittag vom 24.1.2016

Und weshalb nehmen es die New Yorker so gelassen? Die lockere Atmosphäre habe auch mit dem guten Timing von «Snowzilla» zu tun, antwortet der SRF-Korrespondent. Der Schneesturm habe in New York erst am Wochenende eingesetzt. Da nähmen es auch die ehrgeizigen, hektischen New Yorker etwas lockerer. Und noch einen weiteren Grund ergänzt von Grünigen: «Auch die Zahl der Unfälle hielt sich einigermassen in Grenzen. Das dürfte auch das Verdienst der Behörden sein, die frühzeitig warnten und die Strassen sperrten, als die Verhältnisse prekär wurden.»