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Panorama So viel CO₂ wie noch nie in der Atmosphäre

Kein Rekord zum Feiern: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit hat die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre eine symbolisch bedeutsame Grenze überschritten. Für Lebewesen könnte dies schwerwiegende Folgen haben.

Legende:
Anstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre Die Daten wurden von der Nationalen Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung (NOAA) in Mauna Loa auf Hawaii gesammelt. Seit 1958 wird gemessen. Es ist die älteste Kohlendioxid-Messstation der Welt. noaa.gov
Vögel sitzen auf einem Strommast, der Himmel ist verdunkelt.
Legende: Die neuesten CO₂-Zahlen geben ein düsteres Bild für Zukunft ab. Reuters

Der Anteil des klimaschädlichen Kohlendioxids in der Atmosphäre hat die symbolisch bedeutsame Grenze von 400 Teilen von einer Million (ppm) erreicht. Wie
US-Forscher mitteilten, wurde diese Schwelle am Donnerstag überschritten. In Mauna Loa im Bundesstaat Hawaii wurde ein Tagesdurchschnittswert von 400,03 ppm CO₂ gemessen.

«Wir bewegen uns in einem gefährlichen Bereich», sagte der Leiter des Forschungsprogramms Ralph Keeling dem Sender CBS News. Seiner Ansicht nach sind die Bemühungen fehlgeschlagen, CO₂-Emissionen zu verringern. Einige Auswirkungen des Klimawandels seien nun unumkehrbar, betonte Keeling.

Diese Veränderungen könnten viele Gefahren für den Menschen bedeuten. Auch Michael Mann von der Penn State University äusserte sich besorgt: «Es gibt keinen Präzedenzfall in der Geschichte der Erde für solch einen abrupten Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen.» Lebewesen könnten sich an langsame Veränderungen ihrer Lebensbedingungen anpassen, bei dieser rasanten Veränderung sei dies aber nicht zu erwarten.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die CO₂-Konzentration zuletzt vor mehr als zehn Millionen Jahren so hoch war. Damals war es heisser auf der Erde und der Meeresspiegel lag dutzende Meter höher.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Es erstaunt immer wieder, wie man mit schönen Grafiken die Realität zurechtbiegen kann. Wer genau hinschaut merkt, dass da von Promille-Werten die Rede ist. Ein Anstieg von 0.32 auf 0.39 Promille. Die Zunahme beträgt somit sage und schreibe 0.07 Promille, wow... Wer Augen hat, der sehe! Es geht doch hier wieder nur um Angstmache und einen Grund, den Steuerzahler abzuzocken.
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    1. Antwort von Rudolf Glättli, Uetikon am See
      Zunahme in Prozenten ausgedrückt: der Kohlenstoffdioxid-Gehalt der Luft hat sich um rund 22% erhöht innerhalb der vergangenen 50 Jahre.
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    2. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      @R.Glättli: Genau solche Spielereien mit Zahlen meine ich doch, das tönt nach viel, ist aber, wenn man die enorme Masse an Atmosphäre um unseren Planeten anschaut, verschwindend klein, ein Mückenfurz sozusagen. Eine Zunahme im Zehntels-Promillebereich ist immer noch vernachlässigbar, egal wie gross man die Zahlen darstellen will, siehe auch Beitrag von M.Jaeger, Wildwil. Wir sollten unser Hirn einschalten statt alles zu glauben, was uns vorgesetzt wird...
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    3. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Wenn Blinde glauben, etwas zu sehen... kommen solche Kommentare wie von A Wutz...Eine Muecke ist genau so toedlich, wie ein Elefant sein kann... das wie warum etc spielen eine Rolle. , und der schamlose Umgang mit unserer Welt wird sich negativ auswirken.. Kopf in den Sand ( also die von Ihnen verwendete Verdraengung..) nuetzt nichts!!!
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    4. Antwort von Nona Morala, Bern
      Eine Zunahme um 22% ist viel. Es geht nicht wirklich um absolute Werte (die waren auch schon grösser in der Weltgeschichte gesammt), sondern um drastische Änderungen _in einer kurzen Zeit_, die einen grossen Einfluss auf das Ökosystem haben, das so gut wie keine Zeit hat, sich den Änderungen anzupassen.
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    5. Antwort von Mirco Meier, Zürich
      Herr Wutz, wenn 0.07 Promille Stoffanteil-Zunahme nichts ausmacht, dann führen Sie sich doch mal 0.07 Promille Ihres Körpergewichts an Botulinummtoxin zu... Relevant ist hier die relative Zunahme innert geologisch gesehen kürzester Zeit!
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    6. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Offenbar ist die "könnte" und "würde"-Taktik der Milliardenschweren Klimaschutz-Industrie sehr erfolgreich. Tatsache ist, dass allein die Schwankungen bei der CO2-Speicherung durch die Weltmeere grösser sind, als die je durch Menschen mögliche Produktion an CO2. Natürlich bin ich nicht für einen sorglosen Umgang mit unserer Erde, doch noch bis in die 70er-Jahre prophezeiten dieselben "Forscher" eine Eiszeit, wenn man nichts unternehmen würde, da die Temp. am sinken waren...
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  • Kommentar von Marlene zelger, 6370 Stans
    Jammern nützt nichts. Es muss endlich gehandelt werden. die Politiker weltweit sind gefordert.
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Weil jeder "Homo sapiens" für sich das unbegrenzte Vermehrungsrecht in Anspruch nimmt, ohne jegliche Rücksicht auf Flora und Fauna, sterben Arten aus, schmelzen Gletscher, verdreckt die Erde, Hauptsache, eigene Nachfahren in die Welt setzen! Wann endlich werden Kinderlose wie ich zum Normalzustand? Wenn wir hier an Überbevölkerung ersticken und verhungern, degradieren ohne Artenvielfalt, beraubt der Natur, am eigenen Dreck verrecken? Geburtenraten zu begrenzen wäre Aufgabe der Regierungen!
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    1. Antwort von Rolf Egli, Würenlingen
      Im Namen der Schweiz danke ich ihnen für die Kinderlosigkeit, Schade ist nicht bereits ihre Mutter auf die Idee gekommen.
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    2. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      @ R. Egli...Der Fauser meint es richtig.. eine 1Kind Strategie zB ueber die naechsten hundert Jahre wuerde die Ueberbevoelkerung drastisch reduzieren und der Welt, dem Weltklima, Luft verschaffen.. Luft notabene die Sie und ich atmen. Eine nachfolgende 2Kindstrategie wuerde den damaligen Status quo sichern und letztendlich unseren Resoursen - Verschleiss reduzieren.
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