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Drama um todkrankes Baby Soll Charlie Gard weiterleben?

Der britische Junge hat irreparable Hirnschäden. Ärzte und Gerichte wollen die Maschinen abstellen, die Eltern nicht.

Baby Charlie mit seinen Eltern im Spitalbett
Legende: Charlie mit seinen Eltern im Spital Keystone

Charlie Gard ist zehn Monate alt und muss künstlich beatmet werden. Der britische Junge leidet an einer seltenen genetischen Erkrankung. Seine Eltern wollen das Kind für eine experimentelle Therapie in die USA bringen. Die britischen Ärzte sind überzeugt, dass die Therapie nicht helfen würde, weil Charlie bereits irreparable Schäden am Gehirn erlitten habe.

Lasst Charlie sterben

Charlies Eltern wollten mit einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg seine Weiterbehandlung erreichen. Anfang Woche sind sie damit endgültig gescheitert. Die britischen Ärzte fürchten, dass der Junge unnötig leidet.

Lasst Charlie leben

Nun erhalten die Eltern von Charlie Gard Unterstützung aus aller Welt.

Nebst US-Präsident Donald Trump schaltet sich auch der Vatikan ein – das päpstliche Krankenhaus bietet an, Charlie aufzunehmen:

Das britische Krankenhaus hat den Eltern inzwischen etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant angeboten, um sich von Charlie zu verabschieden. Weltweit ist eine Diskussion entbrannt, ob man Charlie weiter beatmen oder sterben lassen soll.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    In einer seltsamen Welt leben wir. Da verhungern tausende von Kinder welche gerne leben würden, aber nicht geholfen wird oder werden kann. Auf der anderen Seite ein Kind das ohne Maschine überhaupt keine Ueberlebenschange hat, muss weiterleben. Wir pfuschen schon sehr lange in die Leben anderer ein. Stellt die Maschine ab und wenn es weiter lebt, wissen wir, dass es so gewollt ist, weil ein Anderer die richtige Endscheidung getroffen hat.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Da paart sich wohl einmal mehr religiöser (Christlicher!) Fundamentalismus mit "digitaler Lebensferne". Ein weiteres Leuchtfeuer, die den Untergang der Zivilisation ankündigt.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Hand aufs Herz, wie lange hätte dieses bedauernswerte Geschöpf ohne heutige High-Tech Apparatemedizin und Pharmakologie postnatal überlebt? Wäre dieser Junge vor 50 bis 80 Jahren (wie einige von uns, die hier schreiben) zur Welt gekommen, wohl kaum 10 Monate. Moderne Medizin/Pharmakologie sind Segen und Fluch zugleich. Sie stellen uns vor sehr schwere ethische Herausforderungen. Wer A sagt muss auch B sagen. Damals nahm uns wenigstens eine "höhere Gewalt" den Entscheid über Leben und Tod ab.
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