«Sonnenlicht – zwei Mal gespiegelt»

Keine optische Täuschung, sondern ein seltenes Phänomen: Nach den heftigen Niederschlägen am Sonntag gab es am Abend gleich zwei Regenbögen zu bestaunen. SRF-Meteorologe Felix Blumer erklärt, warum. Dazu gibt es die Bilder der SRF-Augenzeugen.

Bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter fielen am Sonntag mancherorts. Am Abend verschaffte sich die Sonne zumindest vorübergehend Durchbruch. Mancherorts war die Sonneneinstrahlung so stark, dass es ein seltenes Phänomen zu beobachten gab: einen doppelten Regenbogen. Felix Blumer von SRF Meteo erklärt die Hintergründe.

Felix Blumer zum doppelten Regenbogen

Ein Regenbogen kann beobachtet werden, wenn auf der einen Seite des
Beobachters die Sonne scheint und auf der gegenüberliegenden Seite Regen
fällt. In diesem Fall wird das Sonnenlicht an den Regentropfen
gespiegelt. Bei der Spiegelung wird das Sonnenlicht in seine
Spektralfarben zerlegt. Das kurzwellige blaue Licht befindet sich an der
Innenseite des Regenbogens, das langwellige rote Licht auf der äusseren
Seite. Bei starker Sonneneinstrahlung und kräftigem Regen, wie dies am
Sonntag der Fall war, kann das Sonnenlicht auch zweimal gespiegelt
werden. Beim äusseren schwächeren Regenbogen befindet sich das rote
Licht an der Innenseite und das blaue auf der Aussenseite. Regenbogen
sind bei wechselhaftem Wetter hinter Fronten besonders häufig.

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Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Landwirtschaft freut sich über Regen

    Aus Tagesschau vom 30.6.2014

    Der diesjährige Juni war mancherorts so trocken wie seit dem Hitzesommer 2003 nicht mehr. Trockenheit ist die Folge, was der Landwirtschaft stark zu schaffen macht. Die Gewitter vom Wochenende waren da sehr willkommen.