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Panorama Spitzenkoch Benoît Violier ist tot

Der Chef des Restaurants L'Hôtel de Ville im waadtländischen Crissier hat sich das Leben genommen.

Legende: Video Zum Tod von Starkoch Benoît Violier abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.02.2016.

Vor einem Monat noch wurde sein Gasthaus L'Hôtel de Ville in Crissier als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet, jetzt hat sich der 44-jährige Spitzenkoch Benoît Violier das Leben genommen. Das bestätigt die Waadtländer Kantonspolizei.

Der gebürtige Franzose lebte seit zwanzig Jahren in der Schweiz und wurde vor kurzem eingebürgert. 2012 hatte er das Restaurant in Crissier mit seiner Frau übernommen. Der vorherige Besitzer, Philippe Rochat, war bei einem Velounfall gestorben.

Ein Koch von Weltruf

L'Hôtel de Ville ist eines von nur drei Restaurants in der Schweiz, die mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet sind. Der Restaurantführer GaultMillau zeichnete Violier mit 19 von 20 Sternen aus und krönte ihn 2013 zum Koch des Jahres. Im letzten Dezember wurde sein Gasthaus im französischen Ranking «Mille tables d'exception» als bestes Restaurant der Welt geehrt. Es hatte sich gegen zwei Häuser in New York und Tokio durchgesetzt.

Auf den sozialen Netzwerken löste der Tod Violiers am Sonntag zahlreiche Reaktionen aus. Berühmte Namen aus der Gastronomie wie Paul Bocuse, Anne-Sophie Pic und Marc Veyrat teilten ihre Trauer und ihr Unverständnis mit.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Mary Roes (MR)
    Verstösst es gegen die Netiquette, wenn ich mir die Frage erlaube, ob denn im allernächsten Umfeld gar niemand bemerkt hat, dass da ein Mensch in grosser seelischer Not ist? Es macht doch sehr betroffen, wenn talentierte und aussergewöhnlich erfolgreiche Männer (Manager, Banker, Ärzte usw.), welche nach aussen hin alles erreicht haben, wovon Millionen träumen, ihr Leben einfach freiwillig aufgeben!
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  • Kommentar von D Koenig (D koenig)
    Mein Beileid. Herr Violier war ganz gross begabt. Man sollte nicht spekulieren. Wenn man alles erreicht hat wird der Druck so viel groesser. Nicht nur Restaurantfuehrer und Verwaltungsraete: Heute ist jeder Kunde ein Gastrokritiker. Alles geht gleich auf die sozialen Netzweke inklusive Bilder und ob wahr oder nicht verbreitet sich im Eiltempo. Ein Kuechenchef muss heute mehr Zeit damit verbringen Kudenegos zu poliern als mit der eigentlichen Arbeit in der Kueche, schade, schade.
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  • Kommentar von m. fischbacher (mifi)
    Mein Beileid an die Hinterbliebenen! Aber ich bin der Meinung, den Schuh mit den Gastorkritikern, ziehen sich die Gastronomen selber an! Ich habe schon in Restaurants, ja vielleicht sogar "Spunten" mit Ambiente gegessen, ohne Punkte, Sterne, Kochhüte usw. wo ein sogenannter Gastorkritiker wahrscheinlich die Nase gerümpft hätte, aber Hauptsache, ICH fand das Essen Super! Essen ist doch einfach NUR Geschmackssache...
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