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Panorama Stau auf Chinesisch

Für flüssig laufenden Verkehr ist Peking ebenso wenig bekannt wie für gute Luftqualität. Aber das, was sich nun vor den Toren von Chinas Hauptstadt abspielte, ist mit dem Begriff Rush Hour definitiv unzureichend beschrieben.

Legende: Video Kilometerlang stauen sich Autos (Drohnenaufnahmen/youtube/sploid) abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Vom 08.10.2015.

Die G4 zwischen Peking, Hong Kong und Macau ist nicht wieder zu erkennen. Etwa 50 Autos fahren hier nebeneinander. Theoretisch zumindest – die Blechlawine bewegt sich nämlich kaum.

Gestern ging die Nationaltagswoche der Chinesen (Golden Week) zu Ende und alle wollten wieder nach Hause. Das Problem: Hinter der Mautstelle wird die Verkehrsader aufgrund der Reduktion auf etwa 20 Fahrstreifen zum «Nadelöhr». Luftaufnahmen zeigen das Ausmass des Staus.

Für die Autofahrer hätte es aber noch schlimmer kommen können. Im August 2010 drehte sich nämlich auf einer chinesischen Autobahn wochenlang kein Rad mehr. Baustellen und Unfälle liessen den Verkehr in Richtung Peking auf 100 Kilometer Länge zusammenbrechen.

Und selbst das lässt sich noch toppen: Im Mai 2014 stand der Verkehr in der brasilianischen Millionen-Metropole São Paulo auf einer Länge von 344 Kilometer!

9 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Wahnsinn! Schaden nimmt die Umwelt und die Gesundheit des Menschen. Das waren noch Zeiten als die Mehrheit der Chinese mit dem Velo fuhr.
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  • Kommentar von Pascal Gienger (باسكال جينجر)
    Das sind die Probleme wenn man zu stark auf die Strasse und damit Autos und Busse setzt. Bürger aufstrebender Länder träumen so oft vom eigenen Auto und dem Häuschen ganz weit draussen. Alleine der Blödsinn 50 lanes auf einer Strasse zu haben. Beispiel Singapur: Auto drastisch teuer, exzellenter Schienennahverkehr. Leider haben auch in Europa die Strassenliebhaber Oberwasser. Siehe Fernbuswelle.
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    1. Antwort von René Balli (René Balli)
      Wegen dem Auto ist die Erde bis in alle Winkel zersiedelt, und verschandelt. Die Idee des motorisierten Privatverkehrs wird schon bald als der grösste Wahnsinn in die Geschichte der Menschheit eingehen, nichts hat die Welt so nachhaltig verändert wie das Auto. Man rechne mal aus wieviel fruchtbares Land in der Schweiz den Strassen und Parkplätze zum Opfer gefallen ist und gleichwohl reicht es immer noch nicht, alle stehen im Stau. Das Auto ist das ineffizienteste und schädlichste Massenprodukt.
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Wow, wenn ich diese Bilder sehe kann ich mir fast nicht mehr vorstellen wie es 1989 war, da gab es viel viel viel mehr Fahrräder.
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