Streit um Great Barrier Reef: Wie krank ist es wirklich?

Das australische Great Barrier Reef leidet seit Monaten an der sogenannten Korallenbleiche. Die Behörden wehren sich jetzt gegen den Vorwurf, sie hätten das Weltnaturerbe sterben lassen.

Die verheerende Korallenbleiche hat das Barrier Reef in Australien schwer getroffen. Umweltschützer werfen der Regierung mangelnde Fürsorge vor. Die Marineparkbehörde wehrt sich.

Das grösste Korallenriff der Welt, das Great Barrier Reef in Australien, ist nach Angaben der Marineparkbehörde durch die Korallenbleiche vergangener Monate zwar angegriffen, aber nicht tot.

22 Prozent der Korallen abgestorben

«Unverantwortlich und unwahr», betitelte der Chef der Marinebehörde den Vorwurf, die Behörden hätten das Riff sterben lassen. Insgesamt seien fast ein Viertel der Korallen, 22 Prozent, in den vergangenen Monaten abgestorben, räumte er ein.

Grund sei die schlimmste Korallenbleiche gewesen, die das Riff je erlebt habe. Sie gehe auf das Wetterphänomen El Niño zurück und den Anstieg der Meerestemperaturen durch den Klimawandel. Nach Angaben der Marineparkbehörde war die Korallendecke in den drei Jahren vor der jüngsten Bleiche insgesamt um 19 Prozent gewachsen.