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Sturm «Burglind» Das Protokoll zum Wintersturm zum Nachlesen

  • Das Sturmtief «Burglind» hat Europa mit voller Wucht getroffen. In der Schweiz entlud sich das Unwetter mit Böenspitzen von bis zu 200 km/h.
  • Im Skigebiet Pizol im Kanton St. Gallen steht seit Mittag eine Bergbahn still. Die Evakuierung ist noch im Gang.
  • Der Sturmwind liess an der Lenk einen Zug entgleisen. Acht Personen wurden verletzt.
  • Zuvor waren schweizweit drei weitere Personen verletzt worden.
  • Die A1 bei Oensingen (SO) Richtung Bern war wegen umgekippter Fahrzeuge zwischenzeitlich komplett gesperrt.
  • Aus verschiedenen Regionen wurden Stromausfälle, Bahnunterbrüche und umgestürzte Bäume gemeldet - mehrere Flüge fielen aus oder wurden umgeleitet.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 18:10

    #Burglind regt die Fantasie der Twittergemeinde an

    Dass der Sturm «Burglind» auch für zahlreiche Lacher gesorgt hat zeigt auch ein Beitrag von unseren Kollegen von Radio Virus, welche die besten Tweets zum Sturm zusammengestellt haben.

    Hiermit schliessen wir unsere Live-Ticker-Berichterstattung ab. Sie bleiben nach wie vor auf SRF News in diesem Artikel informiert.

    Sind ja nur ein paar Haarknäuel

  • 17:52

    «Burglind» wütet auch im Dreiländereck

    In Elsässer Saint-Louis wurde eine Frau von herunter stürzendem Mauerwerk verletzt. Gemäss der Préfecture du Haut-Rhin wurde die Frau mit schweren Verletzungen hospitalisiert. Zudem stellte die französische Staatsbahn SNCF im Lauf des Morgens im Elsass Stück für Stück den Bahnbetrieb ein und nahm ihn erst am Nachmittag wieder auf. Entsprechend war dort der Strassenverkehr noch mehr beeinträchtigt, den ohnehin schon Fallholz ausbremste.

    Im Kandertal im südbadischen Landkreis Lörrach verletzte Fallholz einen Motorradfahrer leicht. Auch die Zollfreie Strasse bei Weil am Rhein war zeitweise zu. Die Tramlinie der Baselland Transport (BLT) ins französische Leymen war ebenfalls einige Stunden unterbrochen.

  • 17:39

    Sechsstellige Sachschäden im Baselbiet

    Allein im Kanton Basel-Land summierten sich die Sachschäden nach dem Sturm «Burglind» auf auf 570'000 Franken, wie die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung mitteilte. Diese rechnet mit weiteren Schadensmeldungen in den kommenden Tagen. Dem öffentlichen verkehr machte der Sturm ebenfalls zu schaffen. Bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) stürzten an drei Orten Bäume und Gegenstände auf Fahrleitungen und sorgten für kurze Unterbrüche. Betroffen war neben dem Bruderholz und dem Claraplatz auch der neue Streckenabschnitt nach Saint-Louis (F).

    Der Sturm war überdies begleitet von teils starken Niederschlägen. Entsprechend schwollen manche Fliessgewässer an, darunter etwa die Wiese. Am Freitag um Mittag dürfte der Rheinpegel seinen höchsten Stand erreichen und könnte bereits in der Nacht davor eine Limite für eine Sperrung der Rheinschifffahrt übertreffen.

  • 17:25

    Gefahr nach Sturm gebannt – A1 wieder offen

    Die Autobahn A1 in Richtung Bern ist im Kanton Solothurn für den Verkehr wieder offen. Wegen des Sturms waren drei Lastwagen und fünf Lieferwagen umgekippt. Die Sperrung dauerte mehr als zwei Stunden. Gemäss Angaben der Solothurner Kantonspolizei wurde niemand verletzt. Die Sperrung der A1 in Richtung Bern ab Oensingen führte auf den Ausweichrouten zu Verkehrsbehinderungen.

    Umgekippter Lastwagenanhänger am Autobahn-Pannenstreifen.
    Legende: Einer der drei Lastwagen, die auf der A1 umgekippt sind. Mittlerweile ist die Autobahn wieder offen. srf
  • 17:19

    Treibende Boote im Walensee

    Im Kanton Glarus wurde in Mühlehorn am Walensee ein Steg aus der Verankerung gerissen. Mehrere Schiffe trieben im Hafen. Die Seerettung konnte die meisten Boote sichern. Drei Segelboote wurden durch den Wellengang ans Ufer gespült. Ansonsten blieb der Kanton vor grösseren Zwischenfällen weitgehend verschont.

    Zahlreiche Strassen waren hingegen im Fürstentum Liechtenstein blockiert. Nebst Bäumen kippte auch ein Kran. Schellenberg, Steg und Malbun waren nach Angaben der Landespolizei vorübergehend von der Umwelt abgeschnitten.

  • 17:14

    Vor allem das Prättigau ist besonders betroffen

    In Graubünden war vom Sturm besonders das Prättigau betroffen. Drei Bergdörfer waren wegen umgestürzter Bäumen kurzzeitig nicht erreichbar: Schuders, Stels und Valzeina. Zudem legte «Burglind» kurz nach Mittag die Züge der Rhätischen Bahn nach Davos lahm. Ein Baum war auf die Fahrleitung gestürzt, worauf der Bahnverkehr zwischen Klosters und Davos eingestellt werden musste. Umgekippte Bäume und heruntergerissene Freileitungen hielten im Prättigau auch die Pikett-Mannschaften des Stromversorgers Repower auf Trab. 4000 Haushalte waren bis zu drei Stunden ohne Strom.

  • 17:03

    Der Sturm wütet auch in Belgien

    Der Sturm «Eleanor» hat in Belgien Schäden und Verkehrsbehinderungen verursacht. Auf den Strecken des Hochgeschwindigkeitszugs Thalys nach Amsterdam sowie nach Dortmund kam es zu deutlichen Verspätungen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Zwischen Brüssel und Paris wurde eine Verbindung wegen des schlechten Wetters gestrichen.Im ganzen Land rückten Einsatzkräfte wegen des Sturms, der in Deutschland «Burglind» heisst, zu etlichen Hundert Einsätzen aus – zumeist wegen umgestürzten Bäumen.

    In der niederländischsprachigen Region Flandern wurden durch heftigen Wind einige Dächer abgedeckt, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die örtlichen Behörden berichtete. In der Hauptstadt Brüssel war der Bahnverkehr ebenfalls stark beeinträchtigt.

  • 17:01

    Viel Arbeit für Solothurner Wehrdienste

    Im Kanton Solothurn haben rund 70 Feuerwehren wegen des Sturms «Burglind» mehr als 200 Einsätze geleistet. Bei der Alarmzentrale der Polizei gingen rund 500 Schadensmeldungen ein. Es gab mehrere Unfälle und Fahrzeuge kippten um, wie die Solothurner Kantonspolizei mitteilte. Eine Person erlitt leichte Verletzungen.

  • 16:45

    Sturm fordert in Frankreich einen Toten

    Während des Sturms «Eleanor» ist in Frankreich ein Mensch ums Leben gekommen. Grund sei ein umgefallener Baum im Alpen-Skiort Morillon, bestätigte ein Sprecher vom Zivilschutz. Nähere Angaben zum Todesopfer konnten vorerst keine gemacht werden. Nach einem Bericht des Senders BFMTV soll das Opfer zum Zeitpunkt des Unglücks Ski gefahren sein.

  • 15:56

    Wintersportler sitzen in der Pizolbahn fest

    Im St. Galler Skigebiet Pizol sitzen mehrere Personen wegen des Sturms in den Gondeln einer Bergbahn fest. Die Bahn hätte am Mittag wegen drohender Winde abgestellt werden sollen, als Bäume auf die Tragseile stürzten. Die Evakuierung ist im Gang. Am Vormittag habe es mit dem Wind keine Probleme gegeben, erklärte Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen AG. Nur im oberen Bereich des Pizol sei der Skibetrieb eingestellt gewesen. Sonst habe man überall fahren können.

    Als der Wind am Mittag stärker wurde, wollte man die Bergbahn abstellen. Bevor alle Personen die Gondeln verlassen konnten, habe es von einem Moment auf den anderen extreme Böen gegeben, so Nussbaumer. Dabei seien sowohl auf der Seite von Bad Ragaz als auf aus der Seite von Wangs Bäume auf die Tragseile gestürzt. Dadurch kam die Bahn zum Stillstand.

    Aktuell sei man daran Gondel für Gondel zu evakuieren, schilderte Nussbaumer. Wie viele Personen ausharren mussten, konnte er nicht sagen. Dafür fehle momentan noch der Überblick, erklärte er. Er sei froh, dass es keine Verletzten gebe.

    Legende: Video Bäume fallen auf die Tragseile der Pizolbahn abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
    Aus News-Clip vom 03.01.2018.
  • 15:35

    Die ersten fünf Meter eines Mammutbaumes in Chur sind weg

    An der Bahnhofstrasse in Chur wurde der 100jährige Mammutbaum nebem dem Bündner Kunstmuseum vom Sturm geköpft. Im Marroni-Häuschen darunter befand sich eine Person, die laut Angaben des kantonalen Hochbauamts nicht verletzt wurde.

    Beschädigter Baum in Chur
    Legende: Der 100jährige Baum in Chur wurde durch «Burglind» schwer beschädigt. SRF
  • 15:21

    Gegen die pysikalischen Gesetze

    SRF1-Hörer Roman Flecklin beobachtet, wie ein Wasserfall bei Vitznau (LU) durch die Böen nach oben fällt.

  • 14:47

    Nichts geht mehr auf der A1 bei Oensingen (SO)

    Die Autobahn A1 in Richtung Bern ist ab Oensingen SO derzeit komplett gesperrt. Die Gründe sind umgestürzte Fahrzeuge und eine Hochspannungsleitung, die umzukippen droht. Wie lange die Autobahn gesperrt bleibt, ist nach Angaben der Solothurner Kantonspolizei noch ungewiss. Der Verkehr werde umgeleitet, man erwarte jedoch ein Chaos.

  • 14:39

    «Burglind» bläst einen Zug von den Gleisen

    An der Lenk im Berner Oberland ist ein Bahnwagen der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB) entgleist worden. Acht Personen wurden verletzt, die meisten davon leicht. Nach Informationen des Lenker Gemeindepräsidenten René Müller entgleiste der Bahnwagen wegen einer Windböe. Der Unfall sei relativ glimpflich verlaufen.

    An der Lenk will Bundesrat Johann Schneider-Ammann am Nachmittag das 77. Jugendskilager eröffnen. Aufgrund der böenartigen Winde mit starkem Regenschauer wurde die Feier bereits vom Kronenplatz in die Mehrzweckhalle des Simmentaler Dorfes verlegt.

  • 14:18

    «Burglind» gibt nach

    Im Flachland ist der Höhepunkt des Sturms «Burglind» weitgehend vorbei. In den Bergen bleibt es allerdings weiterhin stürmisch. Auch für Morgen Nachmittag und Abend sind wieder Sturmböen von bis zu 100 km/h zu erwarten, wie Felix Blumer von SRF Meteo sagte.

  • 14:14

    Volle Hände zu tun für die SBB

    Die Störungkarte ist mit roten Punkten übersät.

  • 13:56

    Kleine Scheidegg: Gäste stecken in Hotel fest

    Der Wintersturm Burglind sorgt weiter für Turbulenzen im Kanton Bern. Im Hotel Bellevue des Alpes auf der Kleinen Scheidegg hält der Sturm die Feriengäste im Haus fest. Wer abreisen muss, wird mit einem Schneeräum-Zug der Jungfraubahnen ins Tal gebracht. Wann die Bergbahn wieder ihren Betrieb aufnimmt, steht noch nicht fest.

  • 13:51

    «Eleanor» ist «Burglind»

    «Burglind» wütet auch in anderen europäischen Ländern. In einigen als «Eleanor». Es handelt sich aber immer um den selben Sturm.

    In Frankreich, Irland und Grossbritannien waren Tausende Haushalte ohne Strom. Der Regionalverkehr im Elsass wurde als Vorsichtsmassnahme eingestellt. In Deutschland waren Strassen blockiert und der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mehrere Zoos und Tierparks blieben geschlossen – wegen der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen.

  • 13:37

    Aktuelle Zahlen von SRF Meteo zum Sturm Burglind

  • 13:30

    Flugzeug auf dem Kopf

    Ein Kleinflugzeug wurde von «Burglind» auf dem Gelände der Ruag beim Flugplatz Buochs NW weggeblasen.

    umgekipptes Kleinflugzeug
    Legende: Keystone

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    Ich glaube, heute war vielen nicht klar, was Natur abging. In Brienz fiel für 5h der Strom aus. Es gab tatsächlich Menschen, die ärgerten sich, dass man im Coop oder Migros nicht einkaufen konnte. Eine wollte unbedingt nach Interlaken ihre Milch holen, weil sie unbedingt Milchkaffee wollte.Es gab tatsächlich Menschen die wollten unbedingt auf die Axalp, obwohl Strasse gesperrt. Als Dank motze man über schlechte Organisation. Wie dumm muss Mensch sein um die Gefahren nicht mehr zu kennen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    ...und in Ergänzung zum vorherigen Kommentar: Warum die Gondelbahn Pizol (SG) trotz Sturm noch fuhr, ist mir schleierhaft. M. E. gehörte hier mehr Respekt vor den Naturgewalten hin, geübt von den Bahnbetreibern wie den Kunden. Wir Menschen entfremden uns in vielerlei Hinsicht immer mehr von der Natur. Der Sturm lehrt uns vielleicht, uns wieder mehr der und die Naturkräfte zu achten.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Der Sturm "Burglind" war äusserst heftig. Zum Glück passierte nicht noch Schlimmeres. Was mich aber innerlich ein Stück weit ärgert, ist, dass z. B. Lastwagen in den Stunden der ärgsten Sturmböen noch gefahren sind. Das Risiko des Weggekipptwerdens durch den Sturm ist hinlänglich bekannt. Wäre es nicht angebracht, die Chauffeure vom Chauffieren einige Stunden zu dispensieren oder die Fahrt zeitlich zu verschieben? Die Natur ist stärker als unser manchmal sturer Kopf.
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