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Taifun-Alarm Sturm fordert drei Todesopfer auf den Philippinen

Legende: Video Taifun auf den Philippinen abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Vom 25.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wirbelsturm «Nock-Ten» (oder «Nina») hat drei Todesopfer gefordert.
  • Der Taifun erreichte die Insel Catanduanes mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde.
  • Am Montag soll der Wirbelsturm die philippinische Hauptinsel Luzon und die Hauptstadtregion Metro Manila erreichen. Im sturmbetroffenen Gebiet lebt mit 42 Millionen Menschen fast die Hälfte der philippinischen Bevölkerung.

Der Taifun Nock-Ten (benannt nach einem Vogel in Laos) hat auf den Philippinen bisher drei Menschenleben gefordert. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Strassen unpassierbar.

Karte mit Philippinen
Legende: Der Taifun zieht von Osten her über die Philippinen. SRF

300'000 Menschen in Sicherheit gebracht

Der Wirbelsturm, der sich inzwischen auf die Hauptstadt Manila zubewegte, war am Abend des ersten Weihnachtstags in den östlichen Philippinen auf Land getroffen. Zuvor hatten sich über 300'000 Menschen vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Über Land schwächten die Sturmböen am Montag leicht ab. Tausende Einwohner und Touristen flohen zuvor in Evakuations-Zentren im Landesinneren vor dem Sturm, der lokal «Nina» genannt wird.

Aufrufe zur Evakuation

Am Morgen wurden die Menschen mit Megaphonen aufgerufen, «Frühstück zu essen, zu packen und auf Militärlastwagen zu steigen». Das schilderte ein Behördenvertreter in der Nähe der Stadt Legazpi der Zeitung «Philippine Inquirer».

Die Zivilschutzbehörde in Bicol hatte zuvor mitgeteilt, dass fast eine halbe Million Menschen auf der Insel im vom Taifun bedrohten Gebiet lebten.

Über 40 Millionen Menschen in der Region

Gemäss dem Meteorologischen Dienst wird «Nina» am Montag über der Hauptinsel Luzon auf Land trifft. Schwere Niederschläge und Blitze alle 10 Sekunden würden den Taifun bereits ankündigten, berichtete ein Reporter aus Catanduanes.

In der vom Tropensturm betroffenen Region leben fast die Hälfte der Einwohner des Inselstaates, 42 Millionen Menschen. Gefährdet ist auch die dicht besiedelte Hauptstadtregion Metro Manila.

Hilfsgüter im Wert von 20 Mio. Fr.

Der Direktor des Nationalen Katastrophenschutzes (NDRRMC) sagte, dass Lebensmittel und andere Hilfgüter im Wert von rund 20 Millionen Franken bereitstünden.

Laut der Philippinischen Küstenwache sind rund 11‘000 Reisende seit Samstag in Häfen blockiert. Der Fährverkehr wurde eingestellt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Natürlich gab es schon immer heftige Wirbelstürme. Aber diese häufen sich. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade der Ausstoss z. B. von CO2, an dem praktisch alle von uns beteiligt sind, das Klima im wörtlichen Sinn anheizen. Dies bedeutet, dass die Neigung zu mehr und noch heftigeren Wirbelstürmen ansteigt. Wir sind mitverantwortlich, dass wir hier mithelfen, etwas bescheidener, massvoller zu leben - der Natur und den nachfolgenden Generationen zu liebe. Dies macht zudem glücklicher.
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    1. Antwort von W Streuli (Wernu)
      ®Hr.U.Känel, was die Folge der "beschleunigten" ( verursacht durch die Gattung homo sapiens ) Klimaerwärmung wie u.a auch die erhöhten CO2 Ausstoss angeht, ist es nach meiner Einschätzung leider schon zu spät. Die Stürme werden gewiss weiter steigen, unabhängig davon, ob nun weniger geflogen oder gefahren wird.Schade ist nur in dieser Thematik, das es wieder einen armen Inselstaat betrifft, der weiss Gott noch andere Sorgen hat
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  • Kommentar von Peter Piana (rupsel)
    Wieder ungenaue Berichterstattung, Ihr seit verpflichtet das zu überprüfen. Der letzte Satz: "Im November waren bei dem Super-Taifun «Haiyan» 7350 Menschen auf den Philippinen ums Leben gekommen. Ganze Städte wurden zerstört." Müsste aber heissen: Im November 2013 verwüstete der Taifun «Haiyan» Teile der Philippinen, 7300 Menschen kamen ums Leben
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    1. Antwort von SRF News
      Besten Dank für Ihren Hinweis, wir haben die fehlende Jahreszahl eingefügt und werden die Opferzahl überprüfen.
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